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Gauting Indians vs. Buchbinder Legionäre Regensburg 4:16 (7) und 3:15 (7)
Gauting Indians bekommen vom Tabellenführer die Grenzen aufgezeigt

von André Salcher

Für manche überraschend deutlich hatten sich die Regensburg Legionäre bisher in dieser Saison gegen die beiden Vorjahresfinalisten Mannheim und Heidenheim durchgesetzt. Doch zumindest in Gauting weiß man seit diesem Wochenende warum der ab sofort wohl Topfavorit auf den deutschen Meistertitel auch mit seinen vorherigen Gegnern kurzen Prozess machte. Zu deutlich wurde man geschlagen, zu souverän und konzentriert jeder Fehler der Heimmannschaft ausgenutzt und in Punkte umgewandelt.

Spiel 1: Gauting macht die Hits Regensburg die Punkte
Ziemlich absurd dürfte Statistikfans der Blick auf den Boxscore vorgekommen sein. Dort stand, dass die Gauting Indians mit 12:11 Hits die Oberhand behielten, allerdings auch, dass Regensburg daraus und aus den insgesamt elf Freiläufen (9 BB, 2 HP) insgesamt 16 Punkte erzielten, während die Indians derer lediglich vier produzierten. Letztendlich gab wohl das fünfte Inning den Ausschlag zum durch Ten-Run-Rule deutlichen Sieg der Donaustädter. Gleich zehn Legionäre umrundeten in diesem Abschnitt alle Bases.

Bis dahin war das Spiel relativ ausgeglichen, auch wenn sich Gautings Werfer John Dobkowski mit frühen Walks das Leben oft selber schwer machte. Bis Inning vier konnte sich Regensburg jedoch nicht mehr als drei Punkte erarbeiten. Ende des vierten Abschnitts hätte es für die Gastgeber sogar beinahe zur Führung gereicht, doch trotz einiger guter Schläge verhinderten eine gute Regensburger Defensive und Baserunningfehler der Indians, dass die Rothäute mehr als zwei Punkte erzielten. Der Punktelawine in Inning fünf konnten die Würmtaler anschließend nichts mehr entgegen setzen und somit blieb als letztes Highlight ein Three-Run-Homerun von Cedric Bassel und ein vorzeitiges Spielende zugunsten der Gäste.

Game 1

R H E LOB
Buchbinder Legionäre 012 00 (10) 03 00 16 11 01 07
Gauting Indians 000 02 01 01 00 04 12 02 07

WP: Bokaj (3-0), LP: Dobkowski (0-2)
Cech (REG) 2 for 4, 4 RBI; Zirzlmeier (REG) 2 for 3; Bassel (REG) 2 for 3, HR (1), 5 RBI; Jung (GAU) 2 for 4; Emery (GAU) 3 for 4, 2B; Rohrer (GAU) 2 for 2; Huber (GAU) 2 for 3
Herlitzius (REG) 2.0 IP, 1 R, 0 ER

Spiel 2: Regensburg macht Hits und Punkte
Viel hatte man in der Münchener Vorstadt auf Neuzugang Kyle Kearcher gesetzt. Doch der Pitcher aus Ohio scheint noch nicht ganz in Form zu sein, zumindest hatte er der schlagstarken Mannschaft aus der Oberpfalz wenig entgegen zu setzen. In jedem der sieben Innings des ebenfalls vorzeitig beendeten Spiels konnten sie mindestens einen Run erzielen, wobei vor allem die Konstanz der durchgehend vom ersten bis zum letzten Schlagmann ausgehenden Gefahr zu beeindrucken wusste. Zwanzig Hits konnten am Ende verbucht werden, aus denen 15 Punkte resultierten. Die drei in der Mitte des Spiels erzielten Runs für die Heimmannschaft waren da nicht mehr als Ergebniskosmetik, auch wenn man gegen Chris Patterson durchaus den einen oder anderen Mann auf Base brachte.

Game 2

R H E LOB
Buchbinder Legionäre 122 225 01 15 20 02 08
Gauting Indians 000 210 00 03 07 02 07

WP: Paterson (3-0), LP: Kearcher (0-1)
Vance (REG) 3 for 3, 2 2B, 3 RBI, 3 Runs; Cech (REG) 4 for 5,
3B, HR (1), 3 Runs; Bassel (REG) 4 for 5; Klijn (REG) 3 for 4,
3B, 3 Runs; Emery (GAU) 2 for 4, 2B
Paterson (REG) 5.0 IP, 3 R, 2 ER

Die Indians, welche als einziges Team noch ohne Saisonsieg dastehen, hoffen nun darauf, dass sich ihre Leistung in den nächsten Wochen stabilisiert, insbesondere, wenn es gegen einfacher zu spielende Gegner als die Legionäre geht. Die Hoffnungen beruhen unter anderem darauf, dass Neuzugang Kory Twede es endlich nach München schafft, nachdem er seinen Flug, dank des europäischen Flugverbots nun schon einige Male verschieben musste und deswegen am Wochenende noch nicht an Board sein konnte. Die Legionäre scheinen hingegen bereits früh in der Saison in Topform zu sein und mit Sicherheit – zumindest für die Vorrunde – ein lohnenswerter Meistertipp zu sein.