Der Spieler der Woche hat am Wochenende in der Bundesliga gar nicht gespielt. Trotzdem hat er Josh Rickards mit seinem beinahe Kurz-Perfect-Game oder Dominik Wulf mit acht RBIs, einem Homerun und sechs Hits ausgestochen. Der Spieler der Woche hat auch eine Gemeinsamkeit mit Wulf und Rickards. Denn im vergangenen Jahr lief er noch für die Solingen Alligators auf.

Chris Beck Chris Beck (Heidenheim Heideköpfe)Im Winter sicherten sich die Heideköpfe die Dienste von Chris Beck, vor allem im Hinblick auf die Europa-Cup-Teilnahme. Es war eine Investition, die sich gelohnt hat. Die Heideköpfe fahren als erstes deutsches Team zum Final-Four-Turnier und maßgeblichen Anteil daran hatte Chris Beck.

In fünf Spielen sammelte Beck zwölf Hits in 23 At-Bats. Er schlug vier Doubles, ein Triple und zwei Homeruns und konnte so einen OPS-Average von 1.650 erzielen. Einen seiner Homeruns schlug er dabei im wichtigen Spiel gegen den niederländischen Vizemeister beim entscheidenden 10:7-Sieg seiner Heideköpfe. Da kann man ihm schon mal verzeihen, dass er zweimal ins Doubleplay geschlagen hat. Am Ende stand er nur seinem Kollegen Brandon Taylor nach, der zwar ein schlechteres OPS hatte, aber zum besten Hitter des Turniers gewählt wurde.

Zurück in Deutschland sollte sich Beck möglichst schnell ans Telefon begeben und seine ehemaligen Kollegen in Solingen anrufen. Damit auch die Alligators wissen, wie man in ein Final-Four-Turnier im europäischen Baseball einzieht.

Fotos: © Holger Kienle/Heidenheim Heideköpfe (Portrait) und Gregor Eisenhuth, www.eisenhuth-photographie.de

10.06.2010/TD