Jubel

Es war die dritte Teilnahme einer Deutschen Mannschaft an der Coed Slowpitch EM des ESF. Im Trainingslager in Blagoevgrad wurde der Bad Salzufler Simon Adriaans zum Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft einstimmig von den Spielern gewählt. Vor dem Turnier traute man dem Team von Cheftrainerin Simone „Ulli“ Lody wenig zu. Offiziell stand das Bundesteam in allen Prognosen auf dem letzten Platz. Das allererste Spiel ging entsprechend der Prognosen nach Mercy Rule im fünften Inning gegen Slowenien (dem späteren Vizeeuropameister) verloren. Dieses Spiel spiegelte den allzu großen Respekt des Teams vor den Gegnern deutlich wieder, welcher im weiteren Verlauf des Turniers jedoch deutlich abgeschüttelt werden konnte.

Eine stetige Steigerung der Mannschaft erbrachte an den weiteren Spieltagen knappe Ergebnisse und das überraschende Lob der Gegner, die allesamt die Deutschen wesentlich schwächer eingeschätzt hatten. Gleich am ersten Spieltag, und dazu beim offiziellen Eröffnungsspiel, gelang sogar der erste Sieg gegen den Gastgeber Bulgarien und verblüffte die Fachwelt. Die Deutschen steigerten sich wie bereits erwähnt von Spiel zu Spiel, erzielten immer mehr Runs und ließen vor allem immer weniger Runs zu. Gegen Irland führte man bis ins fünfte Inning mit 6:5 ehe die routinierten Iren das Spiel erst in den Griff bekamen. Im Rückspiel gegen Bulgarien war der theoretische „Winning Run at Bat“ ehe das Spiel doch noch verloren ging. Die Hin- und Rückspiele gegen Tschechien waren beide äußerst knapp und hätten unter Umständen auch gewonnen werden können. Machtlos war das Deutsche Team nur gegen die Briten, aber die anderen Teilnehmer im Turnier ebenso. So verloren auch die Slowenen gegen die Briten das Endspiel sogar per Mercy Rule.

Mit zwei Siegen und dem fünften Platz ist die Deutsche Coedmannschaft 2011 die erfolgreichste Deutsche Coed Nationalmannschaft bisher. Eine weitere große Überraschung erfuhren die Deutschen bei der Closing Ceremony wo Dr. Karim Abu-Omar (Erlangen Xterminators) vom ESF zum besten Infielder des Turniers gewählt und mit einer Trophäe ausgezeichnet wurde.

Die Mannschaft wurde von allen Funktionären (Umpire und gegnerischen Trainern) gelobt für ihren Kampfeswillen, ihre Steigerung im laufenden Turnier und vor allem für die unglaubliche positive und freundliche Stimmung, die die Deutschen während der Spiele verbreiteten. Die Mannschaft hat ein sehr positives Bild beim Turnier und bei den Gegnern hinterlassen. Wir waren perfekte Botschafter unseres Sports, unseres Landes und unserem Verband.

Wir bedanken uns bei Kai Lody der diesen Traum ins Leben gerufen hat.

Wir bedanken uns bei der Trainerin Simone „Ulli“ Lody die das Team perfekt eingestellt hat.

Vor Allem, bedanken uns beim DBV für das Vertrauen, und freuen uns diesem Vertrauen gerecht geworden zu sein.

Im Namen der Deutschen Mannschaft, Mike Schmidt