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Heidenheim Heideköpfe vs. Haar Disciples 12:5 und 9:13
Heidenheim hat nach 3:1-Siegen gegen Haar Platz zwei fast sicher

von Thomas Jentscher

In den vier Spielen zwischen den Heidenheim Heideköpfen und den Haar Disciples hätte es die Tabelle in der Baseball-Bundesliga Süd noch einmal kräftig durcheinander wirbeln können. Doch die HSBler wehrten den Angriff der „Jünger“ ab, leisteten sich nur in Partie zwei einen Ausrutscher und werden nach ihren drei Siegen aller Voraussicht nach als Tabellenzweiter in die Playoffs einziehen.

Dies ist enorm wichtig, um im Viertelfinale einem Duell mit den beiden Top-Klubs des Norden, Solingen und Paderborn – aus dem Weg zu gehen. Bei nun 19 Siegen fehlt den Heideköpfen noch ein Erfolg aus den restlichen vier Partien, um sicher Zweiter zu bleiben.

Spiel 1: Gäste bieten Heideköpfen nur zu Beginn Paroli
Los ging die Serie gegen Haar am Freitagabend bei lauen Temperaturen und besten Baseball-Bedingungen. Die Gäste aus dem Osten Münchens starteten forsch und markierten mit einem Triple und einem Hit gleich die 1:0-Führung gegen Heidenheims Werfer Markus Winkler. Schlimmeres verhinderte ein Double-Play der wieder sehr aufmerksamen Feldverteidigung über Sam Whitehead und Matt Pali.

Im Rückschlag des ersten Innings setzten die HSBler Haars Pitcher Ted Gieschen gleich unter Druck. Nach einem Hit von Chris Beck und einem Walk für Hagen Rätz holte der erneut stark schlagende Robert Gruber mit seinem Double die ersten beiden Punkte, Martin Dewald sorgte für das 3:1.

Die Disciples, die mit drei Siegen gegen Heidenheim selbst noch Vizemeister hätten werden können, gaben sich aber nicht so schnell geschlagen, blieben bis zum 4:4 Mitte des vierten Innings dran. Danach bekam Winkler die Gäste aber immer besser in den Griff, auch mit Unterstützung von Catcher Simon Gühring, der mit präzisen Würfen für Aus gegen Haarer Spieler sorgte, die sich zu weit vom Base entfernt hatten.

Die Heidenheimer punkteten kontinuierlich weiter, Höhepunkt war ein Homerun von Pali im achten Spielabschnitt. Auf Seiten der Heideköpfe brachte Whitehead als Werfer in den letzten beiden Durchgängen das Spiel sicher nach Hause. Beste Schlagleute beim letztlich ungefährdeten 12:5-Sieg waren Beck (2 von 3, 2 RBI), Gruber (3 von 5, 3 RBI) und Pali (2 von 4, 3 RBI).

Spiel 1 R H E
HAA 1 1 0 2 0 0 0 1 0 5 11 3
HEI 3 1 0 2 2 0 0 4 X 12 15 0

WIN: Winkler, M. (9-2) LOSS: Gieschen, T. (1-5)

Spiel 2: Disciples gewinnen offensiven Schlagabtausch
In der folgenden Hitzeschlacht am Samstagmittag bewiesen dann überraschend die Disciples die bessere Form, obwohl sie mit Michael Stephan keinen ihrer renommiertesten Werfer aufgeboten hatten. Das Spiel begann auch wie erwartet: Heideköpfe-Pitcher Martin Almstetter überstand die ersten beiden Innings ohne Gegenpunkt, während die HSBler vier Punkte vorlegten. Doch schon im dritten Spielabschnitt deutete sich an, dass Almstetter nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Die Haarer glichen aus und nach dem 5:4 im Rückschlag folgte ein fürchterliches viertes Inning. Almstetter hatte keine richtige Kontrolle über seine Würfe und als er dann endlich vor dem erlösenden dritten Aus stand, ließ ihn auch noch die Defense im Stich. So standen am Ende nach fünf Hits, zwei Walks, zwei Hit Batters und einem Error sieben Punkte für die Disciples zu Buche, ehe Heideköpfe-Coach Mike Hartley die Reißleine zog und Hagen Rätz auf den Mound beorderte, der die Heideköpfe aus dem Inning brachte.

Noch wäre genug Zeit zur Aufholjagd gewesen, doch irgendwie wirkte das gesamte Team etwas schläfrig und nützte seine Chancen gegen Stephan nicht konsequent. Außer einem Solo-Homerun von Chris Beck tat sich bis in den siebten Durchgang nichts mehr, erst dann kamen die Heideköpfe mit einer Serie von vier Hits noch einmal auf 8:13 heran und wieder etwas Spannung auf. Dies führte immerhin dazu, dass Haars Trainer seinen US-Pitcher Calvin Brutus ins Spiel brachte.

Brutus schaffte dann auch bei nur noch einem Punkt der HSBler die nötigen Aus zum insgesamt verdienten 13:9-Sieg der Disciples. Auf Heidenheimer Seite überzeugte wieder Shortstop Chris Beck, der mit vier Hits bei fünf Versuchen (darunter ein Double und ein Homerun) vier RBI sammelte. Die Heideköpfe hatten am Ende sogar mehr Hits als ihre Gegner, doch zu viele Walks und wilde Würfe führten zu der Niederlage.

Spiel 2 R H E
HAA 0 0 4 7 0 2 0 0 0 13 13 1
HEI 2 2 1 0 0 1 3 0 0 9 16 2

WIN:Stephan, M. (2-1) LOSS: Almstetter, M. (2-1)

Fotos: Holger Kienle

01.07.2010/tj