Eugen Heilmann war wie immer ein wichtiger Faktor bei dem Sieg der U's (Eisenhuth, G.)

Die Saison ist vorbei und somit geht auch der Spieler der Woche in die wohlverdiente Winterpause. Damit in der Zeit nicht nur aus dem Fenster gestarrt wird, während man auf den Frühling wartet, wird an dieser Stelle jede Woche ein archivierter Spielbericht veröffentlicht.

Nach dem Titel 2003 und 2004 standen die Paderborn Untouchables erneut im Finale. Diesmal gegen die Solingen Alligators. Es war eine spannende Serie und der Beginn eines engen Duells zwischen den heutigen Top-Teams der Bundesliga Nord.

Heilmann lässt Solingen keine Chance

von Martin Nixdorf

finale 2005 pad sol spiel 1 1 Es war einmal… – Finalberichte der letzten Jahre (2005)

Dominik Wulf versucht das Tag-Play (Foto: Eisenhuth, G.)

Da Paderborn im letzten Inning erstmals in Führung ging, hatten die Solingen Alligators keine Chance mehr darauf zu reagieren. Früh waren die Alligators gegen den Starting Pitcher der Untouchables Benji Kleiner 2:0 in Führung gegangen, da sie sich schnell auf dessen Würfe eingestellt hatten. Bereits im ersten Inning verschätzte sich der für Kleiner im Centerfield postierte Oliver Neisemeier bei einem Linedrive direkt in seine Richtung und der Ball ging über ihn hinweg an den Zaun; doch aus dem Triple bei zwei Aus konnte Solingen noch kein Kapital schlagen. Erst im zweiten Inning gelang Benjamin Barker mit dem Single die 1:0-Führung.

Im dritten Inning war dann der Arbeitstag für Kleiner beendet und Eugen Heilmann übernahm bei keinem Aus und Runner auf erster und zweiter Base für die Untouchables. Ein weiterer Punkt wurde durch Norman Eberhardt herein geschlagen, der ein Inning zuvor noch den ersten Punkt erlaufen hatte. Aber das war es dann auch. In den folgenden Innings gelang Solingen kein weiterer Erfolg versprechender Angriff; zu Gut war Heilmann erneut aufgelegt. Er erlaubte gerade einmal zwei Singles und keine weiteren Baserunner.

Die Offensive der Paderborner war dagegen in den ersten sieben Innings fast nicht existent und die wenigen Baserunner hatten entweder in sich selbst den größten Gegner oder bekamen keine Unterstützung. Dem neunten Hit stand immer noch kein Punkt gegenüber, zu verstreut kamen die Angriffsattacken. Dies lag im Wesentlichen an dem gut variierenden Starting Pitcher der Alligators, Andre Hughes.

finale 2005 pad sol spiel 1 3 Es war einmal… – Finalberichte der letzten Jahre (2005)

Kai Gronauer noch im Trikot der Solingen Alligators (Eisenhuth, G.)

Ganz anders dagegen die beiden letzten Spielabschnitte. Beide Male konnten die Untouchables die Bases laden. Im achten Inning war es Marvin Appiah, der zwei Punkte herein schlagen konnte, aber gleich darauf zeigte, dass Baserunning an diesem Tag nicht zu den Stärken der Paderborn zählen sollte, als er sich auf ein Rundown zwischen erster und zweiter Base einließ, aus dem ihn Octavio Medina zwischen dritter Base und Homeplate zwar retten konnte, als er einen Wurf in seine Richtung provoziert, aber gefangen wurde zum dritten Aus.

Das neunte Inning brachte die Entscheidung, als nach einem Intentional Walk für Stefan Fechtig die Bases erneute besetzt waren und Mark Gnutzmann den entscheiden Hit landen sollte. Inzwischen war auf Solinger Seite Nils Hartkopf als Closer gekommen, aber auch er konnte die Angriffswelle nicht stoppen.

Im Endeffekt ein glücklicher Sieg für Paderborn, da das Timing von Coach Martin Helmig Heilmann doch früh zu bringen gerade noch ausreichte, um die gut eingestellte Truppe um Alligator Coach Mathias Winterrath in die Knie zu zwingen. Die vielen mitgereisten Fans aus Solingen trieben ihre Mannschaft lautstark nach vorn und durften lange von einem Sieg träumen. Dies schien die erfahrene Paderborner Mannschaft sogar ein zeitlang zu irritieren, da viele kleine Unsicherheiten eine gewisse Nervosität zum Vorschein brachte, die sich erst im Laufe des Spiels legte.

Spiel 1                 R  H E
SOL  0 1 1 0 0 0 0 0 0  2  8 2
PAD  0 0 0 0 0 0 0 2 1  3 12 0
Win: Heilmann, E., Loss: Hartkopf, N.