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Heidenheim Heideköpfe vs. Gauting Indians 2:1 und 5:4
Heidenheim Heideköpfe ringen starke Gauting Indians nieder

von Thomas Jentscher

Auch beim zweiten Auftritt nach dem grandiosen Europacup wirkten die Heidenheim Heideköpfe noch nicht richtig in Form. Gegen starke Gauting Indians herrschte gestern vor allem am Schlag Flaute, so konnten sich die HSB-Baseballer am Ende bei ihren Werfern bedanken, dass es nach spannendem Verlauf zu 2:1- und 5:4-Siegen reichte.

Spiel 1: Heideköpfe drehen Führung der Gäste
Bei widrigen Bedingungen entwickelte sich schon im ersten Spiel ein zähes Ringen. Der Gautinger Pitcher Dominik Hartinger spielt eine starke Saison und überzeugte auch in Heidenheim mit nur sechs Hits und vier Walks. Heideköpfe-Werfer Markus Winkler (4 Hits,
4 Walks) stand ihm in nichts nach und auch die Abwehrreihen beider Teams agierten sehr konzentriert, so gingen die ersten sechs Innings recht zügig über die Bühne.

Dann waren es die Gäste, die nach zwei Hits und einem Opfer-Flug-Aus den ersten Punkt markierten, schlimmeres verhinderte der defensiv glänzend aufgelegte HSB-Shortstop Chris Beck. Im Rückschlag waren die Heideköpfe nun gefordert und prompt kam die Reaktion: Nach einem Double von Peter Dankerl, einem Walk für Michael Weigl, einem Opfer-Bunt von Sam Whitehead und einem Basehit von Johannes Schäffler stand es 1:1, Schäffler ging dabei allerdings an der zweiten Base aus. Beim folgenden Schlag von Beck rutschte dem 2nd Baseman der Indians der Ball zwischen den Füßen durch – der spielentscheidende Fehler.

Die knappe 2:1-Führung verteidigten die Heidenheimer in der Folge mit aller Kraft. Im achten Inning löste Martin Dewald bei zwei Aus und einem Mann auf Base Winkler ab, leistete sich noch einen Walk, markierte dann aber ein ganz wichtiges Strike-out gegen den besten Schlagmann der Gautinger. Auch im neunten Inning ließ der „Closer“ der Heideköpfe nichts mehr anbrennen, nach drei schnellen Aus stand der knappe Sieg fest.

Game 1

R H E LOB
Gauting Indians 000 000 100 1 5 2 6
Heidenheim Heideköpfe 000 000 20X 2 6 0 7

WP: Winkler (7-2), LP: Hartinger (2-3), S: Dewald (1)
Twede (GAU) 2 for 3, 2B; Emery (GAU) 2 for 4; Dankerl (HEI) 2 for 4, 2B
Hartinger (GAU) CG, 8.0 IP, 2 R, 1 ER; Winkler (HEI) 7.2 IP, 1 R, 1 ER

Spiel 2: Trotz Blitzstart viel Mühe
Das zweite Spiel starteten die HSBler gegen Gautings guten US-Pitcher Kyle Kearcher – gegen den sie in der Hinrunde beim Sieg nach Verlängerung große Probleme gehabt hatten – absolut furios: Chris Beck schlug gleich ein Double, Hagen Rätz schickte einen Hit hinterher und nach Simon Gührings Sac Fly führten die Platzherren mit 1:0. Es folgte der große Auftritt von Robert Gruber, der den Ball an der tiefsten Stelle im Centerfield, also gut 120 Meter weit, über den Zaun beförderte. Nach diesem Homerun zum 3:0 folgten noch Walks von Peter Dankerl und Sam Whitehead sowie Hits von Martin Dewald und David Füßer und die Heideköpfe schienen bei einer 4:0-Führung einem sicher Sieg entgegen zu streben. Zumal auch Pitcher Dusty Bergman zunächst wenig Mühe mit den Indians hatte.

Doch nach dem starken ersten Inning verloren die Heidenheimer wieder den Faden, machten gegen einen immer stärker werdenden Kearcher kaum noch einen Stich. Im dritten Inning gelang Gauting der erste Punkt, ehe Füßer im vierten Spielabschnitt noch einmal für ein Highlight aus Heidenheimer Sicht sorgte, als er einen weiten Schlag von Indians-Catcher Matti Emery beim Sprung in den Zaun fing. Doch im folgenden Durchgang nützten die Gäste eine kleine Schwächephase von Bergman und markierten mit vier Hits den Ausgleich.

Danach kam der Amerikaner mit drei Strikeouts in Folge zwar gleich wieder in die Spur, auch seine Ablösung Martin Almstetter startete mit drei schnellen Aus, aber offensiv gelang den Heideköpfen nicht viel. So ging es beim Stand von 4:4 ins achte Inning und die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Nach einem Walk und einem Hit für die Indians drohte die erste Heimniederlage der Saison, doch mit hervorragenden Abwehraktionen zogen die Heidenheimer den Kopf wieder aus der Schlinge. Zunächst gelang Gruber ein glänzender Fang im Centerfield, das dritte Aus besorgte Beck, der nach langem Sprint den Ball im Fallen noch rechtzeitig zur ersten Base warf.

Diesen Schwung nahmen die Heideköpfe mit in den Rückschlag. Bei einem Aus schlug Gühring einen Hit, worauf Gauting den Pitcher wechselte. Gegen John Dobkowski gelang Gruber ein weiterer Hit und nach einem Walk für Pali waren die Bases geladen. Letztlich war es ein Walk für Dewald, der ganz unspektakulär den entscheidenden Punkt für die Platte brachte. Denn beim letzten Angriffsrecht für die Indians ließen die HSBler nichts mehr anbrennen. Das dritte Aus machte Almstetter mit einem Fly-out selbst – ein würdiges Ende für seinen 100. Sieg als Werfer in der 1. Bundesliga.

Game 2

R H E LOB
Gauting Indians 001 030 000 4 8 0 5
Heidenheim Heideköpfe 400 000 01X 5 7 0 6

WP: Almstetter (2-0), LP: Kearcher (2-3)
Bischoff (GAU) 2 for 4, 2B; Allen (GAU) 3 for 3, 2B; Twede (GAU) 2 for 4, 2B; Gruber (HEI) 2 for 4, HR (1)
Bergman (HEI) 6.0 IP, 7 K; Almstetter (HEI) 3.0 IP, 0 R, 1 H

Insgesamt waren es etwas glückliche Siege für die Heideköpfe, die sich immerhin auf ihre Werfer verlassen konnten. Defensiv glänzten vor allem Shortstop Beck und Catcher Gühring, der unter anderem zwei Gautinger bei Steal-Versuchen an der zweiten Base auswarf.

Fotos: © Holger Kienle

18.06.2010/tj