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Heidenheim Heideköpfe vs. Neuenburg Atomics 12:2 und 8:2
Heideköpfe kaum gefordert – Heidenheimer besiegen Neuenburg Atomics mit 12:2 und 8:2

von Thomas Jentscher

Besonders glänzen konnten die Heidenheim Heideköpfe gestern bei den beiden Siegen gegen die Neuenburg Atomics nicht, sie wurden beim 12:2 und 8:2 gegen den Aufsteiger aber auch nur phasenweise gefordert.

Keine Frage, Neuenburg präsentiert sich in diesem Jahr – auch dank Unterstützung mehrerer EU-Ausländer – besser als beim ersten Gastspiel in der ersten Liga vor zwei Jahren und hat sicher Chancen auf den Klassenerhalt, zum Niveau einer Mannschaft wie der Heideköpfe fehlt aber noch viel.

Spiel 1: Geduldiges Heidenheim zum sicheren Sieg
HEI NAT 1 Heideköpfe mit Sweep gegen AufsteigerDabei starteten diese gestern recht holprig und machten dem bisher so erfolgreichen Atomics-Werfer Janos Daroczi mit vielen Pop-ups (hoch geschlagene Bälle, die recht leicht direkt aus der Luft gefangen werden können) das Leben nicht allzu schwer.

Als dann noch die Heidenheimer Abwehr etwas steif wirkte und mehrere Steals der Gäste zuließ, machten diese im dritten Inning aus einem Walk und einem Hit eine 2:0-Führung. Dann wachten die HSBler aber langsam auf, David Füßers Schlag an den Zaun brachte den Anschlusspunkt, und im vierten Durchgang hatten die Heideköpfe das richtige Rezept gegen den Ungarn Daroczi gefunden, gingen nun geduldiger zur Sache. Simon Gühring und Robert Gruber holten sich zwei Walks ab, nach Hits von Peter Dankerl, Michael Weigl und Chris Beck stand es dann 5:2.

Diese Führung verteidigte der erneut sehr überzeugende HSB-Pitcher Markus Winkler (4 Hits,
1 Walk, 6 Strikeouts) ohne große Probleme, auch Catcher Hagen Rätz, der für den leicht angeschlagen ins Spiel gegangenen Gühring hinter der Platte saß, machte seine Sache bestens. Im siebten Inning war nach Hits von Beck und Schäffler sowie einem Walk für Gühring der Arbeitstag von Daroczi beendet, aber auch Pat Carlson konnte nicht verhindern, dass die Heideköpfe noch drei Punkte drauflegten.

Gegen die doch recht schwachen Würfe des Franzosen gelangen den Platzherren im achten Abschnitt dann – unter anderem mit Füßers zweitem Double – die Punkte zum 10:2. Der Schweizer Andrea Girasole war die letzte Pitching-Waffe der Südbadener, aber nach Hits von Weigl und Whitehead stand es 12:2 und das Spiel war vorzeitig beendet.

Schlüssel zum Sieg für die Heidenheimer waren neben den elf Hits die beachtlichen zehn Walks. Chris Beck brachte das Kunststück fertig, bei fünf Versuchen fünfmal auf Base zu kommen
(2 Hits, 2 Walks, 1 Hit-by-Pitch).

Game 1

R H E LOB
Neuenburg Atomics 002 000 00 02 04 00 01
Heidenheim Heideköpfe 001 400 34 12 11 00 09

WP: Winkler (2-1), LP: Daroczi (1-1)
Beck (HEI) 2 for 2; Gühring (HEI) 3 Runs; Dankerl (HEI) 3 RBI;
Weigl (HEI) 3 RBI; Whitehead (HEI) 2 for 4, 3B; Füßer (HEI) 2 for 4, 2 2B
Winkler (HEI) 7.0 IP, 2 R, 2 ER

Spiel 2: Heideköpfe weisen Atomics schon früh in Schranken
HEI NAT 2 Heideköpfe mit Sweep gegen AufsteigerIm zweiten Spiel ging Dustin Bergman für die Heideköpfe auf den Mound und bestätigte seinen Aufwärtstrend vom Spieltag in Regensburg. Der US-Boy musste zwar gleich einen Hit hinnehmen, zeigte aber schon beim anschließenden Bunt, dass er es an diesem Tag wissen wollte und warf den Spieler an der zweiten Base aus.

Im Rückschlag des ersten Innings zogen die HSBler dann Atomics-Werfer Alex Aucoin gleich den Zahn. Walks für Beck und Schäffler, ein Double von Gühring, ein Hit von Gruber sowie ein Opferschlag von Dankerl – schon stand es 4:0.

Das war bereits eine Art Vorentscheidung, in der Folge dümpelte das Spiel etwas dahin, die Zuschauer sahen immerhin noch zwei glänzende Plays von Chris Beck, der sehr schnell auf den Beinen war und Neuenburg zwei Hits „klaute“. Im vierten Abschnitt kamen die Gäste durch einen Überwurf von Rätz zum ersten Punkt, ansonsten ließ Bergman (7 Strikeouts) nichts zu.

Im fünften Durchgang sorgten die Heideköpfe mit Hits von Gruber, Dankerl, Weigl und Whitehead aber für das 7:1 und endgültig für klare Verhältnisse. Martin Almstetter und Peter Dankerl als Werfer brachten den 8:2-Pflichtsieg unter Dach und Fach.

Game 2

R H E LOB
Neuenburg Atomics 000 101 000 02 04 03 06
Heidenheim Heideköpfe 400 030 10X 08 13 01 11

WP: Bergman (2-1), LP: Aucoin (0-3)
Daroczi (NAT) 2 for 3, 2B; Schäffler (HEI) 3 for 4; Gruber (HEI) 3 for 4; Whitehead (HEI) 2 for 4
Bergman (HEI) 5.0 IP, 1 R, 0 ER, 7 K; Almstetter (HEI) 3.0 IP, 1 R, 1 ER, 1 H; Dankerl (HEI) 1.0 IP, 2 K

Fotos: © Holger Kienle