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Gauting Indians vs. Saarlouis Hornets 8:5 und 4:12
Indians immer noch im Rennen um die Playoffs

von André Salcher

Groß war der Druck der Gauting Indians vor dem anstehenden Spieltag gegen die Saarlouis Hornets. Zu sehr war man durch die schwache Ausbeute von nur einem Sieg in den letzten acht Spielen und dem Erfolg des Lokalrivalen aus Haar gegen Heidenheim im Rennen um die Playoffplätze ins Hintertreffen geraten. Nur bei einem Doppelerfolg hätte man es noch selbst in der Hand zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Meisterrunde einzuziehen. Keine einfache Aufgabe, bei 35°C im Schatten, bei der wohl auch die Spieler lieber am nahen Starnberger See gebadet hätten.

Spiel 1: Ein großes Inning reicht den Indians zum Sieg
Wenig überraschend standen sich zu Beginn der Partie Dominik Hartinger (Gauting) und Ales Keprta (Saarlouis) auf dem Mound gegenüber. Doch während der, trotz einer schweren Erkältung, famos aufspielende Hartinger es den Gästen schwer machte die erste Base zu erreichen, hatten seine Schlagleute damit weniger Probleme. Allein wollte es ihnen nicht gelingen daraus Zählbares zu Stande zu bringen.

So erkämpfte sich Saarlouis im sechsten Inning sogar zunächst die Führung, als sie nach einem Feldspielfehler der Gautinger Defensive den ersten Läufer nach Hause bringen konnten. Doch nur einen Spielabschnitt später revanchierten sich die Hornissen mit ihrerseits fünf Fehlern. Gepaart mit einigen Basehits und Walks konnten die Gastgeber gleich acht Punkte erzielen und damit eine Vorentscheidung herbeiführen.

Hartinger gab in der weiteren Folge zwar noch zwei Punkte ab, konnte seinem Nachfolger John Dobkowski aber einen beruhigenden 5-Punkte-Vorsprung ins letzte Inning übergeben. Dieser machte es noch einmal spannend, als Saarlouis nach zwei getroffenen Schlagleuten auf 5:8 verkürzen konnte und durch Basehits sowie eine Catcher´s Interference sogar der Ausgleichspunkt an die Platte kam, bevor das Spiel mit einem Doubleplay beendet wurde.

Game 1

R H E LOB
Saarlouis Hornets 000 001 022 5 4 8 5
Gauting Indians 000 000 80X 8 15 3 11

WP: Hartinger (3-5), LP: Keprta (3-8)
Vivona (SLS) 2 for 3; Rohrer (GAU) 3 for 5; Huber (GAU) 2 for 3; Salcher (GAU) 3 for 4
Hartinger (GAU) 8.0 IP, 3 R, 2 ER, 3 H, 12 K

Spiel 2: Vojak zerlegt die Indians fast im Alleingang
Nach seinem guten Start in der Vorwoche erwarteten die Rothäute einiges von ihrem Linkshänder Kyle Kearcher, doch dieser musste gleich im ersten Inning back-to-back Homeruns durch Raef Hobbs-Brown und Jakub Vojak und damit einen frühen Rückstand hinnehmen. Bei den Gautingern ist man es zwar inzwischen gewöhnt, dass Kearcher etwas wacklig in eine Partie findet, doch meist findet er sich und lässt dann nur noch selten Punkte zu. Doch dieses Mal konnte er die stark agierende Hornets-Offensive zu keinem Zeitpunkt in Schach halten.

Immer wieder legte diese nach wenn die Rothäute ihrerseits gegen Tom Fiebig etwas ausrichteten, so wie in den Abschnitten drei, vier und fünf in denen sie jeweils einmal punkten konnten. Inning sieben brachte dann die Vorentscheidung. Vojak schlug zum zweiten Mal den Ball über die Gautinger Outfieldbegrenzung und sorgte damit für die zwischenzeitliche 7:3-Führung der Saarländer. Auch dem für Kearcher gekommenen Dobkowski gelang es nicht die Offensivkräfte zu stoppen, weshalb diese weitere fünf Punkte in den restlichen Abschnitten für sich verbuchen konnten.

Game 2

R H E LOB
Saarlouis Hornets 210 103 302 12 17 4 14
Gauting Indians 011 101 000 4 8 8 8

WP: Fiebig (4-5), LP: Kearcher (3-5)
Hobbs-Brown (SLS) HR (2), 3 Runs; Voják (SLS) 4 for 6, 2B, 2 HR (5), 4 RBI, 4 Runs; Matlacki (SLS) 3 for 5, 2B; Emery (GAU) 3
for 4, 2 2B
Fiebig (SLS) 8.0 IP, 4 R, 1 ER; Kearcher (GAU) 5.2 IP, 7 K, 3 HR

Während defensiv beide Siegpitcher überzeugen konnten (Hartinger: 8 IP, 2 ER, 12 K; Fiebig: 8 IP, ER) machten offensiv vor allem Vojak (5-10, 2 HR, 2 2B, 6 RBI) auf Gästeseite sowie Emery, Salcher und Rohrer (zusammen 11 Hits) bei den Gautingern auf sich aufmerksam.

Direkt nach Spielende war die Stimmung bei den Indians noch relativ niedergeschlagen, hatte man doch das Ziel eines Doppelsieges nicht erreicht. Diese besserte sich allerdings erheblich am Sonntagabend, als man erfuhr, dass die Tornados beide Spiele gegen den Konkurrenten aus Haar gewonnen hatten. Damit hat das Team aus dem Münchener Westen immer noch gute Chancen die Playoffs zu erreichen, muss dafür allerdings seine restlichen vier Spiele alle gewinnen und darauf hoffen, dass sich die Legionäre gegen die Disciples keine Blöße geben.

05.07.2010/as