Chris Howard legte früh einen 2-Run-Homerun vor (Foto: Eisenhuth, G.)

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Buchbinder Legionäre Regensburg
HSV Stealers
Spiel 3: 4:5 (10), Spiel 4: 11:1 (7)
Series 3-1

von Christian Swoboda

Spiel 3: HSV Stealers vertagen Entscheidung

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Ein kräftiger Regenguss sorgte für eine längere Unterbrechung (Foto: Eisenhuth, G.)

Es war nicht der Tag der Buchbinder Legionäre. Erst erzwang ein Wolkenbruch eine 100-minütige Spielunterbrechung, anschließend machten die HSV Stealers vor anfangs 362 Zuschauern den Hausherren das Leben gehörig schwer. Dreimal konnten die Regensburger Baseballer eine hanseatische Führung egalisieren und sich ins Extra-Inning retten. Doch diesmal konnten die Hamburger das 5:4 behaupten und in der Best-of-Five-Serie auf 1-2 verkürzen.

Patrick Maat, der australische Catcher der HSV Stealers, hatte mit einem Solo-Homerun die 1:0-Führung im ersten Durchgang erzielt. Das war aber nicht der Grund, dass nur einige Pitches später Boris Bokaj den Wurfhügel verließ. Der tschechische Nationalspieler wurde wegen einer Rippenverletzung vorsorglich aus der Partie genommen. Für ihn kam Philipp Hoffschild, der gleich gut ins Spiel startete. In der ersten Offensive gelang den Regensburgern gleich der Ausgleich. Nach einem Double war Petr Cech auf Base gekommen und schaffte es nach Hit von Ludwig Glaser zum Ausgleich über die Homeplate.

Im dritten Durchgang öffnete der Himmel seine Schleusen und zwang beide Teams zu 100 Minuten Zwangspause, bis es weitergehen konnte. Hoffschild benötigte eine kurze Phase, um wieder in den Rhythmus zu kommen, schaffte aber bei Bases Loaded und nur einem Aus, sich mit zwei Strikeouts aus der Umklammerung zu befreien. Aber auch die Regensburger Schlagformation hatte so seine Probleme mit Hamburgs Pitcher Daniel Harms.

Im fünften Inning konnten die Hanseaten erneut in Führung gehen. Mit Thomas Riedner und Marcel de Vos auf Base gelang Jerome Rousseau mit einem 2-RBI-Double das 3:1. Der Ausgleich ließ drei Innings auf sich warten. Richard Klijn verkürzte nach Hit von Matt Vance auf 2:3 und Vance gelang anschließend nach einem Triple von Petr Cech der erneute Ausgleich.

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Die vierte Führung der Stealers reichte am Ende (Foto: Eisenhuth, G.)

Die Hamburger blieben aber am Drücker. Im neunten Inning war es dann Michael Kujoth, der nach einem Schlag von Thomas Riedner das 4:3 markierte. Die Regensburger mussten nun gegen Pitcher Stefan Kruse punkten, der im achten Inning für Daniel Harms gekommen war.

Mit starkem Small Ball füllten sich bei keinem Aus die Bases. Ein weiter Schlag von Ludwig Glaser wurde zwar vom Hamburger Centerfielder gefangen, aber Richard Klijn konnte – die Uhr zeigte mittlerweile fünf vor zwölf an – zum 4:4 ausgleichen. Das Risiko, auch Matt Vance von der zweiten Base zur Homeplate zu schicken, wurde nicht belohnt, der Us-Boy ging bei der Kollision an der Homeplate als Verlierer hervor. Nach einem Flyout von Klaus Hopfensperger ging es in die Extra-Innings.

Und da hatten die Stealers erneut die Nase vorn. Der eingewechselte Werfer Rene Herlitzius erzielte schnell zwei Aus, aber haderte dann mit der Strike Zone des Plate Umpires Tscharf und musste bei Bases Loaded nach Walk für Patrick Maat das 5:4 von Sergej Yatsenka hinnehmen. Obwohl Rodney Gessmann bei der nachfolgenden Offensive sofort mit einen Walk auf Base kam und nach einem Bunt von Chris Howard bis an die dritte Base vorrücken konnte, gelang diesmal der Ausgleich nicht mehr.

Spiel 3                  R H E
HSV 1 0 0 0 2 0 0 0 1 1  5 9 1
REG 1 0 0 0 0 0 2 0 1 0  4 8 2
WIN: Kruse, S. (1-0) LOSS: Herlitzius, R. (0-1)

Spiel 4: Buchbinder Legionäre siegen souverän

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Chris Howard legte früh einen 2-Run-Homerun vor (Foto: Eisenhuth, G.)

Die Buchbinder Legionäre stehen im Halbfinale. Am Samstagnachmittag besiegten sie in Spiel des Viertelfinals die HSV Stealers mit 11:1. Im Gegensatz zum Vorabend waren die Mannen vom ersten Pitch an hochkonzentriert und schalteten auch im Laufe des Spiels keinen Gang zurück. Mit einem 2-Run-Homerun beendete Chris Howard im siebten Inning die Partie vorzeitig per Ten-Run-Rule. Im Halbfinale treffen die Buchbinder Legionäre nun auf den Sieger der Paarung Paderborn gegen Mannheim.

Mit 3:0 starteten die Hausherren vor 212 Besuchern in die Partie. Matt Vance, Ludwig Glaser, die beide Hits erzielten sowie Klaus Hopfensperger legten den beruhigenden Vorsprung gegen den Hamburger Pitcher Eric Harms vor, der mit seiner Kontrolle Probleme hatte und allein im ersten Durchgang vier Walks abgab. Nachdem erneut Matt Vance nach eigenem Double und anschließendem Sac Fly von Petr Cech auf 4:0 erhöht hatte, durften die Gäste von der Elbe sich kurz in Szene setzen. Sergej Yatsenka verkürzte nach einem Single von Brehan Murphy auf 4:1, dabei sollte es aber bleiben.

Denn Regensburgs US-Pitcher Eric Faint erledigte seinen Job unaufgeregt und souverän und gab bis zum Spielende nur sechs Hits sowie einen Walk ab und konnte sieben Strikeouts verbuchen. Sein Gegenüber mühte sich mit der Regensburger Offensive und gab bis zu seiner Auswechslung im fünften noch drei weitere Runs an Ludwig Glaser (4. Inning) sowie Richard Klijn und Petr Cech ab. Hamburgs neuer Werfer, Spielertrainer Sven Hawlitzky, konnte nur kurzzeitig die Offensive abwehren. Erneut Richard Klijn und Matt Vance skorten im sechten Durchgang zum 9:1 und Chris Howard machte mit seinem 2-Run-Homerun über die Leftfieldbegrenzung dem Ganzen ein vorzeitiges Ende.

Spiel 4                  R  H E
HSV  0 0 1 0 0 0 0 - -   1  6 1
REG  3 1 0 1 2 2 2 - -  11 13 0
WIN: Faint, E. (2-0) LOSS: Harms, E. (0-1)