2008 final 0130

Gut gespielt und trotzdem verloren

Die Pitcher machten im ersten Spiel der Olympiaqualifikation den Unterschied im Spiel gegen Australien. Deutschland ging zwar direkt in Führung musste dann aber im Gegenzug den Ausgleich hinnehmen und lief dann in der Folge einem kleinen Rückstand hinterher.

Die australische Mannschaft war für Deutschland zwar keine Unbekannte mehr, aber die Olympiaauswahl aus Down Under war in großen Mannschaftsteilen verändert im Vergleich zur WM-Mannschaft. Die Australier stockten ihre schon sehr gute Mannschaft mit nun zur Verfügung stehenden Profis aus der AAA und ehemaligen MLB Spielern auf. Die Deutschen hatten das letzte Spiel der WM noch vor Augen, bei dem man in einem guten Spiel knapp mit 2:4 unterlag. So ging die Frady-Truppe hochmotiviert in das Spiel und versuchte diese Leistung zu wiederholen.

Tim Henkenjohann startete stark und ließ keinen Punkt zu. Deutschland konnte als Heimmannschaft im Gegenzug durch einen Run von Wulf auf einen Stand Up Double von Gronauer in Führung gehen. Nachdem Australien wieder in den Angriff kam machten sie durch eine Serie von harten Treffen den Rückstand wieder gut und konnten auch in den folgenden Innings ihre Führung auf 4:1 ausbauen. Deutschland lief nun das ganze Spiel diesem Rückstand hinterher und kam immer mehr unter Druck. Der australische Starter Paul Mildren warf 6 Innings für sein Team und setzte dabei genau wie sein Nachfolger Scott Mitchinson hauptsächlich auf sehr gut platzierte Fastballs mit durchschnittlich 95 Meilen, die die Ränder der Strikezone genau trafen. Henkenjohann blieb zwar mit seiner Geschwindigkeit nur knapp darunter. Mirko Heid ersetzte Tim Henkenjohann im 7. Spielabschnitt und versuchte mit seinen variantenreichen Würfen den Gegner unter Kontrolle zu halten, was ihm auch gelang.

Die Partie war im Gegensatz zu dem vorangegangen Spiel Mexiko gegen Kanada keine Offensivschlacht, bei der 18 Hits auf beiden Seiten zu einem 15:10 für Kanada führten, sondern von gutem Defensivspiel beider Teams bestimmt. Sehenswerte Aktionen auf deutscher und australischer Seite verhinderten dass Australien sich absetzen konnte bzw. Deutschland der Anschlußtreffer gelang. Australien konnte 6 Hits für sich verbuchen, während Deutschland auf 5 Hits kam. Dabei setzte sich vor allem Kai Gronauer von den Solingen Alligators in Szene, der zwei Mal mit weiten schlägen ins Outfield sicher das 2. Base erreichen konnte. Mit einem Schlagdurchschnitt von 500 war er damit Deutschlands bester Offensivspieler.

Trotz der Niederlage konnte Deutschland eine insgesamt gute Leistung abrufen, was auch durch die zahlreichen internationalen Scouts gewürdigt wurde. Sicher tut jeden Niederlage weh, aber nun heißt es sich auf die am Samstag anstehende Partie gegen den europäischen Konkurenten Spanien zu konzentrieren. Das Spiel findet ebenfalls im außerhalb Taichungs gelegenen Tou Liou Stadion unter Flutlicht statt. Dann heißt es auch im entfernten Deutschland für die Fans der Nationalmannschaft Daumen drücken, damit der Traum Olympia weitergehen kann.