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(tkd) Der letzte Nachholspieltag bringt endlich die Entscheidung im Kampf um die Play-off-Plätze. Letztes Wochenende verabschiedeten sich die Dohren Wild Farmers und Dortmund Wanderers aus dem Rennen im Platz vier. Die Entscheidung fällt nun zwischen den Pulheim Gophers und den HSV Stealers.

Die Pulheimer haben den Vorteil, dass sie bei einem direkten Vergleich immer die besten Karten hätten und in die Play-offs einziehen würden. Gleichzeitig müssen die Gophers am Wochenende aber zu den Solingen Alligators, die in dieser Saison erst vier Niederlagen einstecken mussten.

Die HSV Stealers haben auf dem Papier die leichtere Aufgabe. Im Hinspiel gab es gegen die Bonn Capitals einen Split und sollte Pulheim beide Spiele verlieren, dann würden die Hamburger mit einem Split in die Play-offs einziehen. Sollte Pulheim ein Spiel gewinnen, dann müssten die Hamburger zwei Siege aus Bonn entführen und sollten die Gophers beide Spiele gegen Solingen gewinnen, so hätten die Stealers keine Chance mehr in die Play-offs einzuziehen.

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Bonn Capitals
HSV Stealers
Samstag, 13 Uhr

Im Hinspiel beendeten die HSV Stealers die Siegesserie der Bonn Capitals im zehnten Saisonspiel. Mit 9:4 gewannen die Hamburger das zweite Spiel des Doubleheaders, nachdem Tim Henkenjohann die Stealers im ersten Spiel beim 3:1-Sieg unter Kontrolle gehalten hatte.

Die Capitals konnten ihre starke Serie aus der Hinrunde nicht wiederholen und sind nach dem Start mit neun Siegen in Serie nun 15-11 vor dem letzten Spieltag gegen den HSV. Trainer Mirko Heid kann gegen die Hamburger weiter experimentieren, da die Capitals seit geraumer Zeit als Tabellendritter feststehen und so oder so auf den deutschen Meister treffen werden. Auf dem Mound hat Heid neben Henkenjohann und Bryce Schoening kaum Alternativen als Starting Pitcher. Max Schmitz-Stercken und Eddie Stommel sind erste Wahl als Reliever. Offensiv und Defensiv warten die Capitals auf die Rückkehr von Catcher Jon Marshall. Sein Ausfall hatte gegen Solingen eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die am Ende Lennart Weller vom Shortstop zum Catcher machte und auch sonst einiges im Bonner Infield durcheinander warf.

Das Team von Jens Hawlitzky hatte in der Vorwoche beinahe den Anschluss an die Play-offs verpasst. Aber ein 0:4-Rückstand gegen Köln konnte noch gedreht werden und so der Grundstein für den Doppelsieg gelegt werden. Die Hamburger müssen am Samstag mindestens ein Spiel gewinnen. Um einen ruhigen Sonntag zu verleben wäre ein Doppelsieg von Nöten. Starting Pitcher werden Daniel Harms im ersten und Neuzugang Justin Printstein im zweiten Spiel sein. Die Verpflichtung von Printstein erwies sich als Glücksgriff. Der Amerikaner startete gleich mit einem 3-Hit-Shutout in seinem ersten Einsatz für den HSV. Da sich der HSV am Wochenende schon im Rheinland befindet, wäre eventuell ein Besuch der Partie zwischen Solingen und Pulheim am Sonntag sinnvoll. Sollten die Hamburger mindestens ein Spiel gewinnen, klärt sich erst am Sonntag wer der vierte Play-off-Teilnehmer sein wird.
TIPP: Split in der Rheinaue setzt Pulheim unter Druck

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Solingen Alligators
Pulheim Gophers
Sonntag, 13 Uhr

Im Hinspiel blieben die Pulheim Gophers ohne Chance. Nur ein Run gelang gegen das starke Pitching der Solingen Alligators, während man selbst insgesamt zwölf Runs in zwei Spielen hinnehmen musste.

Neu-Trainer Philipp Spade steht vor der nächsten großen Aufgabe. Sein Debüt gab er gegen die Paderborn Untouchables und konnte gegen den Favoriten immerhin einen Split herausholen. Entscheidend war dabei wie immer die Leistung der Pitcher. Bryan Roberts gibt den Gophers im zweiten Spiel fast immer einen Chance auf den Sieg und Markus Solbach gehört zu den besten in seiner Altersklasse. Bereits am Samstag klärt sich die Zielsetzung der Gophers. Sollten die HSV Stealers beide Spiele in Bonn verlieren, so wären die Pulheim Gophers schon vor dem ersten Pitch in den Play-offs. Ansonsten müssen die Pulheimer so viele Siege einfahren, wie die Stealers am Samstag vorlegen.

Mit einer starken Leistung gegen die Bonn Capitals haben die Solingen Alligators am vergangenen Wochenende die letzten rechnerischen Zweifel am Meistertitel beseitigt. Andre Hughes und Josh Rickards hielten die Offensive des Gegners in Schach und die Schlagleute von Andy Fleischacker sorgte früh für klare Verhältnisse. Ungewohnt dürften dabei die Probleme von Jens Cornelsen gewesen sein, der die Bonner beinahe zurück ins Spiel kommen ließ. Die Alligators werden die Spiele nicht auf die leichte Schulter nehmen, weiß man doch was sich die Legionäre aus Regensburg alles anhören musste, nachdem man im letzten Jahr überraschend gegen die Haar Disciples verlor.
TIPP: Solingen holt sich zwei Siege zum Saisonabschluss