Team vorne

Die Erlangen XTerminators, die Softballmannschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg haben die Champions League im Mixed Softball 2011 gewonnen. Im Final Turnier in Berlin am 4. Und 5. Juli setzten sie sich gegen die 11 besten Teams der 6 Deutschen Freizeitligen durch. Das Turnier wird seit diesem Jahr vom Deutschen Baseball und Softballverband (DBV) anerkannt. Die XTerminators sind damit der erste offizielle Deutsche Meister im Mixed Fastpitch Softball.

Team vorne Champions League in Berlin   Erlangen XTerminators gewinnen erste Deutsche Meisterschaft im Mixed Softball

Sachinformationen

Mixed Fastpitch Softball

Softball ist eine Variante des Baseball Spiels, in großen Teilen sind die Spielregeln identisch. Gegenüber Baseball ist der Ball größer und das Spielfeld etwas kleiner. In vielen Ländern wird Softball als Freizeitvariante des Baseball Spiels gesehen. In Deutschland spielen bisher vorwiegend Frauen Softball. Beim Mixed Softball spielen Männer und Frauen gemeinsam. Es gibt zwei Varianten des Softballs, „Fastpitch“ und „Slowpitch“. Beim Fastpitch darf der Werfer den Ball so hart wie möglich zum Schlagmann werfen, beim Slowpitch muß der Ball auf dem Weg zum Schlagmann einen Bogen mit einer Mindesthöhe von ca. 1.8 Metern beschreiben.

Erlangen XTerminators

Die Erlangen XTerminators sind eine Softballmannschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg. Sie wurden im Jahre 2008 gegründet. 2010 wurden die XTerminators in der Hochschulliga (College Series) Meister im Mixed Softball. Hierdurch qualifizierten sie sich für die Teilnahme an der Championsleague. Drei Spieler der Erlangen XTerminators (Wolfgang Walther, Franziska Heinze, Karim Abu-Omar) sind aktuelle Nationalspieler und werden Deutschland bei der Slowpitch EM in Dupnitsa (Bulgarien) im Juli 2011 vertreten.

Champions League

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren eine Freizeitsportszene mit über 100 Teams etabliert, diese treten in Freizeitligen gegeneinander an. Die Gewinner der Freizeitligen, treffen in der Champions League aufeinander. Seit dem Jahr 2011 ist die Champions League vom Deutschen Baseball und Softballverband (DBV) als Turnier zur Ausspielung der Offiziellen Nationalen Meisterschaft im Mixed Softball anerkannt. 2011 fand dieses Turnier vom 4.-5. Juni in Berlin Tempelhof statt, 12 Mannschaften nahmen an dem Turnier teil. 2010 wurde die Champions League von den Berlin Black Sheeps gewonnen.

Champions League 2010

Bei hochsommerlichem Wetter wurde auf drei Spielfeldern gespielt. Das Turnier begann am Samstag mit Vorrundenspielen. Sonntags fanden Platzierungsspiele, sowie die Halbfinale und das Finale statt. Folgende Mannschaften nahmen an der Championsleague 2010 statt: Berlin Black Sheep, Bielefeld Homebase, Herne Lizards, Mannheim Tornados, Saarbrücken Blues, Cologne Admirals, Niku Jagahs, Erlangen XTerminators, Werler Wölfe, Trier Cardinals, Hall of Famers, Bonn Bandits.

Das Halbfinale erreichten: Berlin Black Sheep gegen Erlangen XTerminators (Spielergebnis  3:11 für Erlangen) und (Bielefeld Homebase gegen Werler Wölfe (Sieg für Bielefeld Homebase). Im Finale gewannen die XTerminators gegen Bielefeld Homebase mit 9:1 und sind damit Offizieller Deutscher Meister im Mixed Fastpitch Softball 2010.

Spielbericht der Erlangen XTerminators

Am Wochenende des 4. und 5. Juni trafen sich in Berlin im Park Tempelhofer Freiheit die besten Mixed Fastpitch Softball Mannschaften Deutschlands zur Champions League, um zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Baseball- und Softball-Verbandes den offiziellen deutschen Meister zu küren. Qualifiziert  waren zwölf Teams aus den sechs großen Mixed Fastpitch Ligen des Landes. Das Besondere am Spielformat ist die Tatsache, dass sich zu jeder Zeit mindestens zwei Damen auf dem Feld befinden müssen. Die Erlanger traten als Meister der Hochschulliga „College Series“ an und galten gemeinsam mit Bielefeld Homebase als Geheimfavorit auf den Titel.

Dementsprechend hochmotiviert startete man in die Vorrundenspiele am Samstag gegen das japanische Berliner Team Niku Jagahs. Nach kurzen Startschwierigkeiten konnten die XTerminators ihre Qualität ausspielen und zeigten erstmals, warum sie im Vorfeld hoch gehandelt wurden. Das Ergebnis lautete 13:3.

Im zweiten Spiel des Tages traf man auf die Werler Wölfe, die für ihre guten Schlagleute bekannt sind. In einer hart umkämpften Partie gelang es schließlich dank der besseren Pitching-Leistung des Erlangers Manuel Sand, den Gegner auf Distanz zu halten und der Viertelfinaleinzug war gesichert.

Hier warteten altbekannte Gegner: die Vizemeister der Hochschulliga, die Bonn Bandits. Trainer Karim Abu-Omar schickte den Amerikaner Ben Koster in den Pitching Circle, der extra aus Minnesota wieder anfangs der Saison zur Mannschaft gestoßen war. Koster konnte nahtlos an seine Leistungen aus der Vorsaison für die XTerminators anknüpfen und gab in über fünf Spielabschnitte n keinen Hit ab. Klaus Griebel setze mit einem spektakulären 80 Meter Homerun den Schlusspunkt und so war der erste Turniertag für die Erlanger mit dem Erreichen des Halbfinales beendet.

Sonntagmorgen wartete dann ein harter Brocken. Die Black Sheep aus Berlin, ihres Zeichens Titelverteidiger, lieferten dem erneut hervorragend aufgelegten Koster einen harten Kampf. Aufgrund starker Defense und Schlagleistung gelang den XTerminators um Coach Abu-Omar der verdiente Finaleinzug.

Dort traf man auf die Mannschaft Bielefeld Homebase mit Pitcher Jens Hopfe, der sich an beiden Tagen in bestechender Form präsentiert hatte. Das Spiel sollte für die Erlanger das Highlight des Turniers werden. Mit vereinten Kräften gelang es den beiden Pitchern Wolfgang Walther und Ben Koster, dem Gegner im gesamten Spielverlauf nur einen Run zu erlauben. Im Gegenzug konnte die Erlanger Offensive durch eine gemeinsame Leistungsexplosion acht Runs dagegen halten. Besonders die zwei Erlanger Damen bestachen in diesem Spiel durch hervorragende Leistung am Schlagmal, sodass es Hopfe immer wieder in gefährlichen Situationen mit den Top-Schlagleuten der Erlanger aufnehmen musste. Mit dem letzten Aus im Handschuh von Rightfielder Tino Gimon brachen dann bei den XTerminators alle Dämme. Verdientermaßen wurde mit 8:1 im Finale der erste nationale Meistertitel im erst vierten Jahr des Bestehens der Mannschaft eingefahren. Begeistert wurde die Meisterschaft noch bis zum darauffolgenden Abend gefeiert.

Trainer Abu-Omar zeigte sich mit dem Turnierverlauf mehr als zufrieden und kündigte für die Zukunft weitere Championship Races der Erlanger Mixed Softballer an.