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Karlsruhe Cougars – Heidelberg Hedgehogs 11:03 / 05:04

Zwei weitere Siege können die Cougars Damen auf ihrem Konto verbuchen und machen damit einen großen Schritt Richtung Qualifikation für die Playoffs. Einem mühelosen Sieg in der ersten Begegnung des Tages folgte ein hart umkämpftes zweites Spiel, das erst im Nachschlag des siebten Innings eine nicht mehr für möglich gehaltene Wendung fand und von den Cougars nach 1:4 Rückstand noch in einen Comeback Win gedreht wurde.


Spiel 1:
Die Cougars gingen mit der Battery Steffi Küpers und Theresa Steinmetz ins erste Spiel. Beinahe hätte Küpers alle drei Aus des Innings per Routineplay 1-3 selbst besorgt, konnte aber den dritten Grounder in ihre Richtung nur abfälschen, wodurch Vanessa Zühlke die erste Base erreichte. Ein Walk sowie zwei Singles durch Jutta Metz und Rita Jöst brachten den ersten Run für Heidelberg auf das Scoreboard, bevor das Inning per Strikeout beendet werden konnte. Im Gegenzug legte die Cougars-Offensive gleich mächtig los. Sieben Hits ein Sac Bunt, ein Sac Flyout sowie ein Hit-by-Pitch brachten bereits im ersten Inning die Vorentscheidung und ließen Karlsruhe mit 6:1 in Führung gehen.

Heidelberg konnte zwar in den Innings zwei und drei jeweils einen weiteren Run scoren, fand aber letztendlich nicht mehr ins Spiel. Küpers hielt insbesondere die obere Lineup der Hedgehogs in Schach. Sehenswert das Doubleplay F7 /7-5 durch Bianca Eisele und Sophie Kirsten im zweiten Inning. Nach einer kleinen Pause im zweiten Inning scorte die Cougars-Offensive in den Innings drei und vier munter weiter. Insgesamt acht der neun Batter in der Cougars-Lineup produzierten Hits. Ruth Charisius mit 3 von 3 sowie Vanessa Schleifer, Amanda Doeppel und Bianca Eisele mit jeweils einem Single und einem Double setzten dabei die meisten Akzente. Nach zwei Runs im dritten und drei weiteren Runs im vierten Inning wurde das Spiel aufgrund der 7-Run-Rule vorzeitig zugunsten der Cougars für beendet erklärt.

1 2 3 4 5 6 7 R H E
Heidelberg 1 1 1 0 0 x x 3 9 0
Karlsruhe 6 0 2 3 x x x 11 14 2

Spiel 2: In der zweiten Partie des Tages trafen die beiden US amerikanischen Pitcher Amanda Doeppel für Karlsruhe und Alyssa Luna für Heidelberg aufeinander. Nach den Vorstellungen beider Pitcher an den vergangenen Spieltagen, durfte man davon ausgehen, dass nur wenige Runs das Spiel entscheiden würden. War es der Cougars-Offensive im ersten Spiel noch gelungen, die obere Lineup der Hedgehogs auszuschalten, gelang dies hier nicht von Anfang an. Gleich zu Beginn des Spiels musste Doeppel einen Single gegen Leadoff Sanders abgeben, wodurch die schnelle Sanders das erste Mal an diesem Tag auf Base kam. Ihren Steal an Zwei zu verhindern misslang nur knapp. Das folgende schöne Single von Panero ins Right-Centerfield nutze Sanders, um zum 1:0 zu scoren, bevor das Halbinning per Routineplay und durch Back-to-Back Strikeouts beendet werden konnte. Auf der Gegenseite hatte Pitcherin Luna die Cougars-Offensive zunächst gut im Griff und warf vier Strikeouts in Folge, von denen Catcherin Nicola Betz allerdings eines nicht festhalten konnte, wodurch Schleifer zumindest das erste Mal auf Base kam.

Solide Abwehrarbeit von Seiten der Cougars dann im zweiten Spielabschnitt. Nachdem Betz bei einem Aus per Blooper auf Base gekommen war, wurde das Inning per Reverse Doubleplay 5-4 (Thiemecke/Steinmetz) und 4-6-2 (Steinmetz/Sachers/Kirsten) am dritten Base per Tag Play gegen Betz durch Catcherin Sophie Kirsten beendet. Ein erstes Lebenszeichen der Cougars-Offensive setzte die gut aufgelegte Amanda Doeppel mit ihrem dritten Hit des Tages in der unteren Hälfte des zweiten Innings. Die „Laufarbeit“ übernahm für sie Rookie Julia Königs, die auf den Sac Bunt von Ruth Charisius per Headfirst Slide bis auf Drei vorrücken konnte, um später durch einen feinen Hit von Bianca Eisele zum 1:1 Ausgleich ins Ziel geschlagen zu werden.

Das dritte Inning sollte – so sah es zumindest lange Zeit aus – das Spiel zugunsten der Hedgehogs vorentscheiden. Nach zwei frühen Aus, war es die schnelle Lara Panero, die es auf einen Infield-Roller abermals schaffte, die erste Base zu erreichen. Statt des möglichen dritten Aus folgten Singles von Luna und Jöst sowie ein fettes Triple von Samantha Rudolph weit hinter die Karlsruher Leftfielderin und plötzlich stand es 4:1 für die Nordbadenerinnen. Ein Rückstand, den es in einem Low-Scoring Game erst einmal aufzuholen galt. Sichtlich beeindruckt liefen die Cougars nun einem Drei-Punkte Vorsprung hinterher. Die Defensivabteilungen beider Teams arbeiteten solide, so dass es Mitte des siebten und letzten Innings immer noch 1:4 aus Sicht der Karlsruherinnen stand.

Designated Player Leoni Winter zeigte nun starke Nerven und erarbeitete sich als Leadoff nach langem At Bat einen Walk gegen Pitcherin Luna. Ein Strikeout ließ Heidelberg weiter auf die Siegerstraße einbiegen, bevor ein Fehler im Centerfield auf Helena Crowells Schlag die Karlsruherinnen auf 2:4 verkürzen und Crowell die Unsicherheit in der Hedgehogs Verteidigung ausnutzen ließ, um bis auf die zweite Base vorzurücken. Durchatmen auf Seiten der Heidelbergerinnen als Vanessa Schleifers Groundball Richtung Shortstop knapp zum zweiten Aus verwertet werden konnte, auch wenn Crowell inzwischen bis auf Drei vorgerückt war. Es wurde so langsam spannend und das Herz der Cougars-Lineup kam an den Schlag. Theresa Steinmetz und Sophie Kirsten zeigten nun, warum sie die zurzeit besten Karlsruher Offensivkräfte sind. Der Linedrive Richtung Centerfield von Steinmetz ließ Crowell zum 3:4 Anschlusspunkt scoren. Kirstens Single brachte Läufer auf Eins und Zwei bei zwei Aus. Es folgte der große Auftritt von Kristin Ahlgrimm, die für die verletzte Steffi Sachers ins Spiel gekommen war. Bereits mit zwei Strikes hinten liegend, gelang ihr ein Slap Hit, der sich genau in der Lücke zwischen Shortstop, Second Base und Centerfield senkte. Steinmetz wurde daraufhin von Coach Hammer durch gewunken und erreichte sicher die Homeplate zum 4:4 Ausgleichspunkt mit Läufern an Zwei und Drei. Heidelbergs Coach Bailey ordnete daraufhin einen Intentional Walk gegen Amanda Doeppel, mit 4 Hits bei 6 Schlagchancen Karlsruhes erfolgreichsten Batter an. Bei geladenen Bases war das Momentum nun auf Karlsruher Seite gekippt und Ruth Charisius kam an den Schlag. Ihren perfekt gelegten Squeeze Bunt nutze Sophie Kirsten eiskalt per Headfirst Slide an die Homeplate aus, um den viel umjubelten Schlusspunkt für Karlsruhe zu setzen.

Am Ende gab die größere Erfahrung auf Seiten der Cougars den Ausschlag gegen ein im Vergleich zur Vorrunde spielerisch stark verbessertes Heidelberger Team und die Erkenntnis, dass ein Spiel erst zu Ende ist, wenn es zu Ende ist (Yogi Berra: „It ain’t over till it’s over.”).

1 2 3 4 5 6 7 R H E
Heidelberg 1 0 3 0 0 0 0 4 12 4
Karlsruhe 0 1 0 0 0 0 4 5 6 1

Für die Cougars spielten: Vanessa Schleifer (1B), Theresa Steinmetz (C, 2B), Sophie Kirsten (3B, C), Steffi Sachers (SS), Katrin Baumgarten (LF), Kristin Ahlgrimm (LF), Amanda Doeppel (RF, P), Julia Königs (PR), Ruth Charisius (CF), Leoni Winter (DP), Lisa Kälblein (RF), Bianca Eisele (LF), Helena Crowell (2B, RF), Steffi Küpers (P), Melanie Thiemecke (3B), Sabine Sallen (BC)

Rolf Hammer
Karlsruhe Cougars