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Bei herrlichstem Softballwetter und mit etwas zeitlicher Verzögerung, bedingt durch mehrere Baustellen auf Belgiens Autobahnen, traf man eine Stunde vor Beginn des ersten Spieles auf der Softballanlage der Hoboken Pioneers ein.

Hier erfuhr man dann, dass das erste Spiel des Tages direkt gegen das stärkste Team des Turniers, den amtierenden Europameister Holland ginge, da die spanische Nationalmannschaft kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt hatte. Trotz sehr kurzer Aufwärmphase gingen die  deutschen Juniorinnen im zweiten Inning schnell mit 4:1 in Führung. Allerdings stellten sich die holländischen Schlagfrauen im dritten und vierten Inning immer besser auf die Pitches der Starting Pitcherin Isabel Meeder (Holm 69ers) ein und konnten viele gute Hits landen, welche dann zu einer 4:9 Führung aus niederländischer Sicht führte. So endete der erste Auftritt der neuformatierten Juniorinnen Nationalmannschaft mit einer 5:12 Niederlage nach sechs gespielten Innings.

Im zweiten Spiel des Tages ging es für die deutschen Juniorinnen gegen die belgische Juniorinnen- Nationalmannschaft. Hier bewies Starting Pitcherin Tanja Mayer (Herrenberg Wanderers) eindrucksvoll, dass sie trotz Ihres jungen Alters schon jetzt viele gegnerische Schlagfrauen gut unter Kontrolle hat. Und so konnte die Offensive der deutschen Juniorinnen, angeführt von einer prächtig aufgelegten Theresa Diefenbach (Haar Disciples), welche in diesem Spiel vier von vier war und dabei drei Triples schlug, dieses Spiel sehr deutlich mit 10:4 gewinnen.

Am nächsten Morgen ging es dann direkt um 10.00 Uhr gegen das Gastgeber-Team, den Pioneers aus Hoboken, ein sehr eingespieltes und routiniertes Team. Leider endete dieses Spiel etwas unglücklich mit einer 8:11 Niederlage. Die deutsche Offensivabteilung kam leider erst sehr spät so richtig in Tritt.

Im nächsten Spiel erwartete man die französische Juniorinnen-Nationalmannschaft und es entwickelte sich von Beginn an ein sehr spannendes, schnelles Spiel. So stand es nach drei Innings noch immer null zu null und beide Starting Pitcher (auf deutscher Seite wieder Isabel Meeder) lieferten eine sehr starke Leistung ab. Erst zu Beginn des fünften Innings konnten die Franzosen den ersten Run markieren, nachdem die erste Schlagfrau durch einen Walk auf Base gelang, durch einen Bunt ans 2. Base gebracht und anschließend durch einen Hit (den einzigen Hit, welchen Isabel Meeder in diesem Spiel zuließ) nach Hause gebracht wurde.
Dies war wohl der Weckruf für die deutschen Juniorinnen und so legten sie direkt im Nachschlag des fünften Innings zwei Runs nach. Noch ein weiterer dritter Run im sechsten Inning führte zu einer 3:2 Führung, welche es im siebten Inning zu verteidigen galt.
Hier stellte Robin Adam (Hamburg Knights) ihre Closer Qualitäten unter Beweis und erstickte mit einem schnellen Three Up – Three Down alle Angriffsbemühen der französischen Spielerinnen im Keim.

Leider reichte dieser Sieg nicht zum Einzug ins Finale und so musste man sich im Spiel um Platz 3 noch einmal mit den Gastgebern auseinandersetzten. Dieses Spiel sollte das längste und spannendste Spiel des Turniers werden, welches in zwei Extra Innings und einer knappen 11:12 Niederlage für die deutschen Mädels endete, trotz einer zeitweise deutlichen Führung.

Fazit dieser Spiele mit verschiedenen Gesichtern in den einzelnen Spielen ist, dass die Mädels lernen Plays und Spiele bis zum Ende komplett und konzentriert durchzuführen. Hier wurde am nächsten Tag in Wesseling gleich angesetzt und diese Arbeit soll im Juli bei der nächsten Kadermaßnahme fortgeführt werden. Man darf gespannt sein!