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Heidenheim Heideköpfe
Buchbinder Legionäre Regensburg
Spiel 3: 9:5
Serie: 1-2
Spiel 4: Sonntag, 13 Uhr

von Thomas Jentscher

In Spiel drei bot am Samstag schon das erste Inning mehr Unterhaltung als manche komplette Partie. Zunächst lief für die Heideköpfe alles schief. Werfer Markus Winkler, dem natürlich noch sein Zehn-Inning-Spiel vom Europacup im Arm steckte, gab vier Hits ab, dazu kamen unglückliche Aktionen in der Defense. So sah es zappenduster für die Heideköpfe aus. 0-2 Spiele und 0:4 Punkte in Rückstand und der in den Play-offs so überragende Philipp Hoffschild als gegnerischer Pitcher auf dem Mound.

Matt Pali erreicht nach einem Triple die dritte Base (Foto: Kienle, H.)

Doch im Rückschlag donnerte gleich der erste Heidenheimer, Chris Beck, den Ball über den Zaun. Das war das Zeichen: Auch ein Hoffschild ist schlagbar. Und das taten die Heideköpfe dann. Nach Walk für Sam Whitehead und Hit von Simon Gühring platzierte Matt Pali den Ball sauber in die Ecke des rechten Außenfeldes und es stand nur noch 3:4. Robert Grubers Hit brachte den Ausgleich und nach einem weiteren Walk für Mic Weigl entschied sich Legionäre-Trainer Martin Helmig, den Werfer zu wechseln. So musste Hoffschild, der vor zwei Wochen in neun Innings nur zwei Hits abgab, diesmal aus dem Spiel, ohne ein einziges Aus geschafft zu haben.

Freilich hatten die Regensburger noch ein Ass im Ärmel – den diese Woche aus den USA eingetroffenen Mike Bolsenbroek. Der zuletzt in der Minor League werfende Niederländer zeigte auch gleich seine Klasse, aber ein Fehler von Shortstop Matt Vance beim Versuch des Double-Plays bescherte den HSBlern zwei weitere Punkte. Im zweiten Durchgang revanchierte sich Vance mit einem Homerun zum 6:5, doch dann wurde Winkler immer stärker, ließ kaum noch Regensburger auf Base. Die Heideköpfe ihrerseits punkteten im Rückschlag nach Double von Gühring und Opferschlag von Gruber zum 7:5.

Die folgenden Abschnitte waren von guter Defensive geprägt. Wie Shortstop Chris Beck den Ball im Fallen aus der Hüfte noch ans erste Base warf, Johannes Schäffler die Kugel nach langem Sprint kurz vor dem Zaun fing oder David Füßer mit einem Slide im Outfield das Flug-Aus verbuchte, war absolut sehenswert. Als dann im siebten Inning Matt Pali nach Double von Whitehead mit seinem Sac Fly auf 8:5 erhöhte, durfte vom Sieg geträumt werden, noch mehr, als Beck im folgenden Durchgang seinen zweiten Homerun des Tages zum 9:5 folgen ließ.

Doch es wäre kein Spiel gegen Regensburg gewesen, wenn nicht noch einmal Spannung aufgekommen wäre. Sam Whitehead löste den grandios spielenden Winkler im neunten Inning ab, und lud sich bei zwei Aus mit zwei Hit-by-Pitch – von denen einer sehr umstritten war – und einem Walk die Bases. Mit Ludwig Glaser war auch noch einer der besten deutschen Schlagleute an der Platte, aber sein Versuch geriet zu kurz, Schäffler fing die Kugel und hielt den Sieg fest.

Spiel 3                R  H E
REG 4 1 0 0 0 0 0 0 0  5  7 2
HEI 6 1 0 0 0 1 0 1 X  9 12 1
WIN: Winkler, M. (4-1) LOSS: Hoffschild, P. (3-1)
SAVE: Whitehead, S. (1)