Zum zweiten Mal in dieser Saison ist ein Pulheim Gopher der Spieler der Woche. Die Gophers sorgten am Wochenende mit zwei Siegen bei den Paderborn Untouchables für die wohl größte Überraschung der Saison. Ein Sieg mit der Unterstützung ihres amerikanischen Pitchers wäre schon unwahrscheinlich, aber unter optimalen Bedingungen nicht umöglich gewesen. Studiert man aber die Statistiken der deutschen Pitcher aus der vergangenen Saison, dann ist es eigentlich nicht zu erklären, wie die stärkste Offense der Liga nur einen einzigen Run gegen die Gophers fabrizieren konnte.

Markus Solbach Markus Solbach (Pulheim Gophers)Neun Runs in fünf Innings kassierte Markus Solbach vergangenen Juni bei Pulheims 6:10-Heimniederlage gegen die Paderborn Untouchables. Zehn Hits, darunter ein Homerun, gab er ab, warf vier Walks und kein Strikeout. Während der ganzen Saison sammelte der Juniorennationalspieler einen ERA von 7.17 und keinen seiner acht Starts konnte er gewinnen.

In diesem Jahr sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Den ersten Sieg gab es gegen die Dortmund Wanderers und das ERA liegt bei 2.81 (Platz 11 in der Bundesliga) und nur die Cologne Cardinals konnten dem Rechtshänder mehr als zwei Earned Runs in einem Spiel einschenken.

Gegen die Untouchables erreichte seine Formkurve den vorläufigen Höhepunkt. Die bisher stärkste Offense der Liga schaffte nur zwei Hits gegen Solbach und erzielte nur einen Run, welcher auch noch unearned war. Dazu kamen vier Strikeouts und eben so viele Base-on-Balls.

Zwar gehört zu einer solchen Überraschung immer noch mehr als ein Akteur, weswegen die Gophers gleich vier Spieler zum Gopher of the Week kürten. Aber der 18-jährige ist nicht nur für den Sieg im ersten Spiel verantwortlich. Ohne Solbach hätte nämlich Kris Garcia den entscheidenden Run im zwölften Inning ohne Hose herbeiführen müssen, wenn man dem nächtlichen Facebookeintrag von Garcia am vergangenen Wochenende glauben kann.

Leider wissen wir nicht, ob Dominik Höpfner einem Teamkollegen die Hose mitbringen musste, trotzdem wollen wir erwähnen, dass Höpfner mit seinem Strike aus dem Outfield (ein passender Moment für den ersten Outfieldassist der Saison) seinen Tornados den Sieg gegen den amtierenden Meister im letzten Moment retten konnte.

Fotos: (c) Pulheim Gophers

19.05.2010/TD