Philipp Hoffschild zeigte eine überragende Leistung im ersten Spiel der Finalserie (Keller, W.)

(tkd) Die Finalserie ist am Wochenende mit zwei dramatischen Spielen gestartet. Insgesamt mehr als 2.300 Zuschauer erlebten an beiden Tagen hochklassigen Baseball mit vielen Highlights.

Wie schon 2008 findet Hoffschild in der Finalserie zu seiner Top-Form (Foto: Keller, W.)

Die spektakulärste Aktion gelang dabei Rodney Gessmann, der einen Homerun von Andy Janzen mit einem sehenswerten Sprung am Zaun verhinderte. Zum Spieler der Woche hat es für Gessmann aber noch nicht gereicht. Da machte ihm bereits am Samstag ein Teamkollege einen Strich durch die Rechnung.

Neun Innings, 27 gegnerische Schlagleute und ein 2:0-Shutout-Sieg, alles Zutaten für das erste Perfect Game in einem Finalspiel um die deutsche Meisterschaft. Doch Philipp Hoffschild wird nicht mit einem Perfect Game unser Spieler der Woche, sondern „nur“ mit einem 2-Hit-Shutout. Johannes Schäffler schaffte es zweimal mit einem Single auf Base für Heidenheim, doch wurde er einmal beim Versuch eines Stolen Base erwischt und das zweite Mal bei einem Doubleplay im letzten Inning.

Bis zu Schäfflers Single im sechsten Inning war Hoffschild geradezu durch die Schlagreihenfolge des amtierenden Meisters gepflügt. Ein Diving Catch von Cedric Bassel als erstes Play im Spiel war ein frühes Zeichen für einen schweren Tag für die Offensive der Heideköpfe. Die ersten 16 Schlagleute mussten zurück ins Dugout und nach dem ersten Hit hatten die nächsten acht Heideköpfe das Nachsehen.

Philipp Hoffschild zeigte eine überragende Leistung im ersten Spiel der Finalserie (Keller, W.)

Es scheint als schaffe es Hoffschild erst im Finale zu seiner besten Form zu finden. Sein letzter Auftritt im Finale um die deutsche Meisterschaft war in der Saison 2008 ein 4-Hit-Shutout im fünften Spiel gegen die Mannheim Tornados. Der Nationalpitcher hatte alle drei Siege seiner Legionäre als Starting Pitcher gegen die Tornados eingefahren. Gegen Heidenheim warf er nun den ersten 2-Hit-Shutout seit mindestens 2002 in einem Finale. „Ich bin nicht mehr der Jüngste. Da spart man sich die Energie für die späten Spiele,“ so das Geheimrezept des Rechtshänders. Letztes Jahr hatte Heidenheims Dusty Bergmann ein 3-Hit-Shutout gegen die Solingen Alligators geworfen. Er gab jedoch noch vier Walks ab, während Hoffschild auch hier eine weiße Weste behielt.

Kein Walk in neun Innings und drei Strikeouts zeigen wie gut der Regensburger am Samstag die Zone mit seinen Würfen traf. Auch wenn Boris Bokaj mittlerweile wieder fit ist, wird Hoffschild am kommenden Wochenende erneut als Starter ins Spiel gehen und versuchen seine Serie von 18 Finalinnings ohne Gegenpunkt weiter auszubauen.