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Dohren Wild Farmers vs. Solingen Alligators 2:13 (7) und 2:0
Wild Farmers gehen zuerst unter, überraschen im zweiten Spiel

von Johst Dallmann

„Wo ist eigentlich Dohren?“, so schrieben die Solingen Alligators auf ihrer Homepage zum Vorbericht für das Spiel gegen die Wild Farmers. Nicht zu Unrecht, denn sieht man in die Vergangenheit, werden die Unterschiede zwischen den beiden Teams deutlich. Solingen: Abonnement-Meister der ersten Bundesliga Nord und mehrfacher deutscher Meister, Dohren: Aufsteiger. Ein bißchen wie David gegen Goliath.

Spiel 1: Solinger Homeruns sorgen für hohen Sieg
Dementsprechend niedrig waren die Erwartungen bei den Farmers. Einfach versuchen gut mitzuspielen war die Devise. Das gelang leider zunächst gar nicht. Gerrit Reger bekam den Start anstelle von Thies Brunckhorst, der leider aus beruflichen Gründen verhindert war und erst zur Mitte des ersten Spiels zur Verfügung stand. Reger legte zwar gut los, zwei große Patzer in der Defensive gaben den Solingern aber mehr Spielraum, welcher eiskalt ausgenutzt wurde. Elf hits, darunter drei Homeruns durch Hartkopf, Wulf und Porter bescherten den Alligators 13 Runs in den ersten fünf Innings und das Spiel war bereits gelaufen.

Solingen schaltete merklich einen Gang zurück und ließ das Spiel auslaufen. Dohren konnte zwar zwischenzeitlich auf 2:5 verkürzen, dies war aber nicht mehr als Ergebniskorrektur. 2:13 hieß es nach sieben Innings und die 10-Run-Rule kam zum Tragen und beendete das Spiel. Gegen die starke und aggressive Offensive der Gäste war in diesem Spiel kein Kraut gewachsen.

Game 1

R H E LOB
Solingen Alligators 212 530 00 13 16 00 10
Dohren Wild Farmers 002 000 00 02 04 01 09

WP: Cornelsen (3-0), LP: Reger (0-1)
Buttgereit (SOL) 3 Runs; Hartkopf (SOL) 4 for 5, HR (2), 3 RBI;
Porter (SOL) 3 for 4, 2B, HR (1), 3 RBI, 3 Runs; Wulf (SOL) 2
for 4, HR (3); DHughes (SOL) 3 for 4, 3 RBI; Eberhardt (SOL) 2
for 3
Cornelsen (SOL) 5.0 IP, 2 R, 2 ER

Spiel 2: DeCoito glänzt bei der großen Überraschung
Ein denkbar ungünstiger, aber voraussehbarer Start für Dohren in den Doubleheader. Trotzdem ließ man die Köpfe nicht hängen, denn das zweite Spiel lief bisher immer gut für Dohren. Garant für diesen Umstand ist Vince DeCoito, US-Import und Pitcher für das zweite Spiel.

DeCoito gehört zweifellos zu den besten Werfern der Liga und das stellte er einmal mehr unter Beweis, nur vereinzelt schafften es die Alligators auf die Bases. Sein Gegenüber, Josh Rickards, verstand sein Handwerk ähnlich gut und so stand es lange 0:0. Erst im sechsten Inning kam Rickards ernshaft in Bedrängnis. Nach einem Lead-Off-Double wurde Jaquez von Jaap auf die dritte Base weitergebracht und so hatte man bei einem Out den Runner auf dem dritten Base. Rene Schmidt kam per Hit-by-Pitch auf die erste Base, der nächste Batter war Lars Erhorn. Erhorn schlug den Ball hart auf den Boden, der Ball hüpfte über den Pitcher der Gäste, die Allis konnten nur ein Out verbuchen und ein Run war im Ziel.

Zu diesem Zeitpunkt wurde das erste mal deutlich, dass man in diesem Spiel die Chance hatte, Solingen zu schlagen. Die „Vince DeCoito-Show“ war in vollem Gange. Mit einer Woche extra Pause durch das ausgefallene Spiel gegen die Cardinals im Arm, war DeCoito nahezu fehlerfrei. Zwei Walks und vier Hits war die ganze Ausbeute für die Alligators. Bei 1:0 im achten Inning legten die Wild Farmers, in Person von Tyson Jaquez, noch einen Run drauf. Bei einem Out schickte er einen Fastball von Hughes, der für Rickards übernommen hatte, über den Centerfield-Zaun. Diesen Vorsprung ließ sich DeCoito nicht mehr nehmen und eröffnete und beendete das Inning klassisch mit einem Strikeout.

Game 2

R H E LOB
Solingen Alligators 000 000 000 00 04 00 05
Dohren Wild Farmers 000 001 01X 02 06 01 06

WP: DeCoito (3-1), LP: Rickards (4-2)
Porter (SOL) 2 for 4; Jaquez (DWF) 2 for 4, 2B, HR (1); Erhorn
(DWF) 2 for 3
Rickards (SOL) 6.0 IP, 1 R, 1 ER; DeCoito (DWF) CG, 9.0 IP, 0 R, 4 H, 10 K

Ein scheinbar übermächtiger Gegner konnte besiegt werden, dementsprechend groß war die Freude als DeCoito von allen Spielern nach dem letzten Out umringt wurde. Dieser Sieg wurde gefeiert, wie ein Sieg im Spiel sieben der World Series gegen die New York Yankees.