Sieben Spiele, zahlreiche Highlights und jede Menge Spannung: Der DBL-Samstag hatte einiges zu bieten. Für den spektakulären Schlusspunkt sorgten die Hamburg Stealers, die ihr Duell gegen Hünstetten Storm dank eines sensationellen Home Steals mit 9:8 für sich entschieden.
Den Auftakt des Spieltags machte das Rhein-Derby zwischen den Bonn Capitals und den Cologne Cardinals. Aufgrund des wetterbedingten Spielabbruchs am Vortag gab es die Rivalität direkt im Doppelpack. Im ersten Duell setzte sich Bonn knapp mit 4:3 durch, ehe die Cardinals im zweiten Spiel mit einem 8:0-Shutout die passende Antwort lieferten.
In Mainz kam es zum Rückspiel zwischen den Athletics und den Guggenberger Legionären. Die Gäste aus Regensburg revanchierten sich für die Niederlage vom Vortag mit einem deutlichen 10:1-Erfolg. Spannung pur gab es dagegen in Heidenheim: Die Heideköpfe mussten gegen die München-Haar Disciples bis zum Schluss kämpfen, konnten sich am Ende aber knapp mit 9:8 behaupten. Zudem feierten die Gauting Indians einen 5:2-Sieg gegen die Stuttgart Reds und die Untouchables Paderborn gewannen deutlich mit 14:2 gegen die Dortmund Wanderers.
Bundi entscheidet Night Game mit spektakulärem Home Steal
Die Hamburg Stealers empfingen Hünstetten Storm zum Night Game. Den zeremoniellen First Pitch übernahm hierbei Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher. Auf dem Feld legten die Stealers anschließend einen Traumstart hin und erzielten bereits im ersten Inning fünf Runs. Im zweiten Durchgang bauten sie ihre Führung auf 7:0 aus.
Doch Hünstetten kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Mit drei Runs im vierten und weiteren vier Runs im sechsten Inning drehten die Gäste die Partie und sorgten für ein 8:8 kurz vor dem Schlussabschnitt. Im achten Inning folgte schließlich die spielentscheidende Szene: Livio Bundi überraschte die Defensive mit einem spektakulären Home Steal und brachte den Winning Run zum späteren 9:8-Endstand über die Platte.
Derby-Double-Header endet unentschieden
Im Rhein-Derby-Double-Header legten zunächst die Bonn Capitals vor. Simon Bäumer sorgte im vierten Inning mit einem Solo-Homerun für die Führung. Ein Drei-Punkte-Inning im fünften Durchgang verschaffte Bonn anschließend die entscheidenden Reserven. Den ersten Run dieser Rallye brachte Simeon Lindt mit einem RBI-Triple nach Hause. Köln startete zwar noch eine Aufholjagd, bei der auch Simon Keimes einen Solo-Homerun beisteuerte, doch die Capitals retteten den knappen 4:3-Erfolg ins Ziel.
Im zweiten Aufeinandertreffen wendete sich das Blatt. Ex-Bonner Finn Freisberg führte die Cardinals zu einem überzeugenden 8:0-Shutout-Sieg. Offensiv sorgte vor allem ein starkes Sechs-Punkte-Inning im fünften Durchgang für klare Verhältnisse.
Legionäre schlagen spät zu
In Mainz gelang den Guggenberger Legionären die Revanche für die knappe 7:8-Niederlage vom Freitag. Lange Zeit verlief die Partie ausgeglichen, mit einem 1:1-Unentschieden ging es ins siebte Inning. Dort drehten die Regensburger auf und erzielten in den letzten drei Spielabschnitten noch neun Runs. Besonders Norwin Staps und Kohei Sasagawa setzten mit jeweils einem Two-Run-Double wichtige Akzente beim deutlichen 10:1-Erfolg.
Heideköpfe müssen bis zum Schluss zittern
Unerwartet spannend wurde es auch in Heidenheim, wo Tabellenführer Heidenheim Heideköpfe auf Schlusslicht München-Haar Disciples traf. Die Gastgeber gingen im zweiten Inning mit einem Fünf-Punkte-Lauf in Führung, eingeleitet durch einen Solo-Homerun von Luca Hörger. München-Haar ließ sich jedoch nicht abschütteln und verkürzte im vierten Durchgang mit vier Runs. RBI-Doubles von Bernd Radovic, Dean Sacher sowie Francisco Severo Riestra brachten die Disciples zurück ins Spiel. Nachdem Heidenheim im siebten Inning nochmals vier Runs nachgelegt hatte, konterten die Gäste im achten Durchgang ebenfalls mit vier Punkten. Am Ende reichte es für die Heideköpfe dennoch zu einem knappen 9:8-Erfolg.
Gauting sammelt wichtige Punkte
Die Gauting Indians feierten im Rennen um einen Interleague-Platz einen wichtigen 5:2-Sieg gegen die Stuttgart Reds. Aaron Bushur setzte dabei mit einem Two-Run-Homerun das offensive Highlight der Partie.
Paderborn überzeugt mit drei Homeruns
Die Untouchables Paderborn ließen den Dortmund Wanderers beim 14:2-Erfolg kaum eine Chance. Gleich drei Homeruns durch Finn Bergmann, Emilio Götz und Christiaan Beyers unterstrichen die offensive Dominanz der Gastgeber. Nach sieben Innings wurde die Partie aufgrund der Ten-Run-Rule vorzeitig beendet.
Drei weitere Spiele am Sonntag
Am Sonntag stehen drei weitere Begegnungen auf dem Programm. Gespielt wird in Gauting (12 Uhr gegen Stuttgart), Hamburg (13 Uhr gegen Hünstetten) sowie in Dortmund, wo die Wanderers um 15 Uhr die Untouchables Paderborn zum Rückspiel empfangen.



