Mit einem spektakulären 7:6-Erfolg der Guggenberger Legionäre im Extra-Inning gegen Bonn ging am Sonntagnachmittag der 14. DBL-Spieltag zu Ende. Zuvor feierten die Hamburg Stealers einen klaren 14:0-Shutout bei den Heideköpfen und zogen damit in der Interleague-Tabelle an Heidenheim vorbei auf Rang drei. Außerdem gelang den Mainz Athletics mit einem 5:4 gegen die Untouchables Paderborn der erste Sieg der laufenden Interleague-Runde.
Im Wildcard Race Süd setzte sich die Gauting Indians im Münchner Derby souverän mit 8:0 durch, während die Hünstetten Storm im Norden auch das zweite Duell gegen die Dortmund Wanderers deutlich mit 10:3 für sich entschieden.
Das Spitzenduell der Interleague zwischen Tabellenführer Bonn und Verfolger Regensburg entwickelte sich zu einem echten Krimi. Im vierten Inning gingen die Capitals mit zwei Runs in Führung, doch die Legionäre schlugen ab dem siebten Durchgang eindrucksvoll zurück. Zunächst verkürzte Alexander Schmidt mit einem RBI-Double, ehe die Gastgeber – begünstigt durch zwei Hit-by-Pitches – insgesamt vier Runs erzielten und das Spiel drehten. Bonn gab sich jedoch nicht geschlagen. Im neunten Inning sorgte McCoy Pearce mit einem 2-Run-Single für den erneuten Ausgleich und erzwang die Verlängerung. Dort legten zunächst die Capitals vor: Eric Kunze brachte Bonn mit einem 2-Run-Double wieder in Front. Doch auch diesmal hatten die Legionäre die passende Antwort parat. Nino Sacasa glich mit einem 2-Run-Double aus, bevor Daniel Patrice mit einem Walk-off-Hit den umjubelten 7:6-Sieg perfekt machte. Damit endete die Serie mit einer Siegteilung, nachdem Bonn das erste Spiel am Samstag mit 4:1 gewonnen hatte.
Bereits am Samstag hatten die Hamburg Stealers die Heideköpfe mit 5:3 bezwungen. Im zweiten Spiel ließen die Norddeutschen dann von Beginn an keinen Zweifel am Sieger aufkommen. Ein Vier-Run-Inning zum Auftakt legte den Grundstein, ehe Hamburg im zweiten Durchgang gleich sechs weitere Runs nachlegte. Nach einer punktlosen Phase sorgten die Stealers im sechsten Inning mit vier weiteren Punkten für die endgültige Entscheidung. Den Auftakt hierbei machte Quinn Allen mit einem 2-Run-Triple. Nach sieben Innings war die Partie aufgrund der Mercy Rule beendet. Mit dem Doppelerfolg klettern die Stealers in der Interleague-Tabelle an Heidenheim vorbei auf Platz drei.
Auch die Mainz Athletics durften erstmals in der laufenden Interleague jubeln. Zunächst schien die Partie in Richtung Paderborn zu laufen: Die Untouchables gingen mit einer 4:2-Führung in die Schlussphase. Doch im achten Inning gelang den Mainzern die Wende. Nach einem Sac Fly von Niklas Rossius verkürzte Joshua Harrison zunächst auf 3:4, ehe Kevin Kotowski mit einem 2-Run-Single das Spiel endgültig zugunsten der Athletics drehte. Da Paderborn im neunten Inning ohne weiteren Run blieb, feierte Mainz am Ende einen umkämpften 5:4-Erfolg.
Im Wildcard Race Süd revanchierten sich die Gauting Indians eindrucksvoll für die knappe 3:4-Niederlage vom Vortag gegen den Lokalrivalen aus München-Haar und feierten einen souveränen 8:0-Shutout-Erfolg. Für das Highlight der Partie sorgte Matteo Gründig mit einem Solo-Homerun im siebten Inning. Im Norden knüpften die Hünstetten Storm an ihren 17:2-Erfolg vom Samstag an und entschieden auch das zweite Duell mit den Dortmund Wanderers deutlich mit 10:3 für sich.
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