In einem hochdramatischen Duell zwischen Stuttgart und Gauting sichern sich die Reds am Samstagabend mit einem spektakulären 12:11-Erfolg im Extra-Inning das letzte Ticket für die Playoffs.
Auch in der Interleague sind die letzten Entscheidungen gefallen. Die Bonn Capitals besiegen die Heidenheim Heideköpfe deutlich mit 12:2 und sichern sich damit Platz eins der Abschlusstabelle. Die Guggenberger Legionäre setzen sich mit 6:4 gegen die Untouchables Paderborn durch und behaupten Rang zwei. Die Hamburg Stealers gewinnen mit 5:3 bei den Mainz Athletics und beenden die Zwischenrunde auf Platz drei. Dahinter folgen Heidenheim, Paderborn und Mainz. Zudem machten die Cologne Cardinals mit einem klaren 15:0-Erfolg gegen Hünstetten Rang sieben in der Setzliste perfekt. Als Achter komplettieren die Stuttgart Reds das Playoff-Feld.
Mit einem doppelten Comeback machten die Stuttgart Reds ihren Playoff-Einzug am Abend perfekt. Zunächst kämpften sie sich ab dem siebten Inning von einem 4:7-Rückstand zurück. Austin Bull eröffnete die Aufholjagd mit einem Solo-Homerun, ehe Moritz van Bergen per RBI-Double auf 6:7 verkürzte. Im neunten Durchgang sorgte schließlich Moritz Köhler mit einem RBI-Double für den Ausgleichstreffer. Köhler kam sogar noch auf die dritte Base, doch Gauting konnte weitere Runs verhindern. Im Extra-Inning schien das Momentum zunächst wieder auf Seiten der Indians zu liegen. Mit vier Runs setzten sie Stuttgart gewaltig unter Druck. Doch dann starteten die Reds ihr zweites Comeback: Nach drei Runs sorgte Lucas Traut, begünstigt durch einen Wild Pitch, für den erneuten Ausgleich. Kurz darauf setzte Moritz Köhler den Schlusspunkt: Mit einem Walk-off RBI-Single besiegelte er den umjubelten 12:11-Erfolg und avancierte endgültig zum Matchwinner.
Überraschend deutlich verlief die Partie in Heidenheim. Die Bonn Capitals legten bereits früh den Grundstein für den Sieg, als McCoy Pearce im ersten Durchgang einen Three-Run-Homerun zur frühen Führung setzte. Im dritten Inning erhöhte Daniel Sanchez mit einem weiteren Homerun auf 5:0. Zwar konnten die Heideköpfe zwischenzeitlich zwei Runs verkürzen, doch Bonn machte mit einem 7-Punkte-Inning im siebten Durchgang alles klar und sicherte sich einen vorzeitigen 12:2-Erfolg.
Auch in Regensburg wurde den Zuschauern einiges geboten. Gleich vier Homeruns flogen in der Armin-Wolf-Arena über den Zaun – durch den Regensburger Kohei Sasagawa sowie die Paderborner Luca Rammelmann, Bjarne Reinhardt und Finn Bergmann. Außerdem feierte Alexander Schmidt seinen 400. Hit und avancierte später beim Stand von 4:4 im achten Inning zum entscheidenden Mann: Zunächst brachte er Daniel Patrice mit einem RBI-Double nach Hause, ehe er nach einem Single von Devon Ramirez Beaver selbst den letzen Run zum 6:4-Endstand erzielte.
In Mainz erwischten zunächst die Hamburg Stealers den besseren Start und gingen mit 2:0 in Führung. Die Athletics kämpften sich jedoch zurück: Nach dem Anschlusstreffer drehten Peter Johannessen mit einem RBI-Double und Leo Bristow per Sac Fly im vierten Inning die Partie. Hamburg hatte jedoch das letzte Wort. Isaias Lucena glich im achten Inning mit einem Solo-Homerun aus, ehe die Stealers im neunten Durchgang noch zwei weitere Runs nachlegten und sich den 5:3-Auswärtssieg sicherten.
Bereits am Nachmittag war der Spieltag mit der Begegnung zwischen den Cologne Cardinals und Hünstetten Storm eröffnet worden. Die Kölner standen bereits als Playoff-Teilnehmer fest, machten mit einem souveränen 15:0-Erfolg nun aber auch Rang sieben in der Setzliste perfekt. Die Partie wurde bereits vorzeitig nach fünf Innings beendet. Die Kölner Defense erlaubte hierbei weder Runs noch Hits, lediglich 4 Walks.
Am Sonntag stehen die letzten Spiele der Zwischenrunde auf dem Programm. Den Auftakt macht um 12 Uhr das Rückspiel in Mainz. Ab 13 Uhr folgen die Begegnungen in Heidenheim und Stuttgart, ehe am Nachmittag die Spiele in Regensburg und Köln den Abschluss des Spieltags bilden.
Nach einer kurzen Pause aufgrund der U23-B-Pool-EM in Paderborn starten am 15. August die Playoffs. Dort trifft im Viertelfinale Bonn (1.) auf Stuttgart (8.), Regensburg (2.) auf Köln (7.), Hamburg (3.) auf Mainz (6.) und Heidenheim (4.) auf Paderborn (5.).
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