Die deutsche U12-Nationalmannschaft steht bei der Europameisterschaft in Frankreich im Halbfinale. Gegen das bislang sieglose Team aus Großbritannien setzte sich Deutschland deutlich mit 16:1 durch, das Spiel endete durch die 15-Run-Regel bereits im vierten Inning. Danach mussten die Deutschen noch einmal kurz zittern, da Tschechien gegen Frankreich zunächst eine erstaunlich schwache Leistung zeigte und vorübergehend 0:4 im Rückstand lag. Dann drehten die ungeschlagenen Tschechen aber auf und siegten doch noch mit 8:5. Deutschland trifft im Halbfinale auf Italien, das in der Gruppe mit Spanien, den Niederlanden und Belgien ebenfalls ungeschlagen blieb.
Manager Dominik Buder schickte im letzten Gruppenspiel gegen den klar unterlegenen Gegner Großbritannien eine veränderte Starting Lineup ins Feld und tauschte die Mannschaft im Spielverlauf fast komplett durch – ohne dass die Offensive an Durchschlagskraft verlor.
Deutschland startete druckvoll. Philipp Hopfensperger aus Gauting eröffnete mit einem Single, Jona Butt (Paderborn) brachte ihn per Triple durch die Mitte nach Hause (1:0). Milos Schumacher (Paderborn) legte mit einem Single ins rechte Zentrumfeld nach und schickte Butt zum Plate (2:0), stahl anschließend die 2nd Base. Nach einem Groundout rückte Schumacher zur 3rd vor. Ein Single von Jakob Kraus (Ulm Falcons) up the middle brachte ihn nach Hause (3:0). Luuk Then-Bergh (Dohren Wild Farmers) mit Double ins Centerfield und und Elias Kraft (Darmstadt Whippets) mit einem weiteren Single legten direkt zwei Runs nach.
In der Defensive blieb Deutschland stabil. Elias Kraft lieferte als Pitcher souverän ab, Großbritannien ging im zweiten Durchgang erneut ohne Run vom Platz. Das Team von Manager Dominik Buder hatte dagegen weiter Hunger und legte acht weitere Runs nach. Jona Butt erledigte Sache selbst per Homerun, Milos Schumacher legte ein Double auf, Azuma Awokou (Stuttgart Reds) antwortete per Triple. Nach einem Walk von Kraus erhöhte Then-Bergh per Single auf 8:0, ehe Kraft mit einem weiteren Double die rechte Linie entlang auf 9:0 stellte. Rafael O’Connor (Main Taunus Red Wings) nutzte einen Wurffehler zum Erreichen der Base und punktete selbst zum 10:0. Felipe Garcia (Berlin) brachte dann mit einem Double zwei Runner nach Hause (12:0). Nach einem weiteren Single von Hopfensperger und einem Groundout von Butt sorgten zwei Wild Pitches noch für den 13. Run.
Vor dem dritten Durchgang nahm Manager Buder noch einmal mehrere Wechsel vor. Großbritannien blieb erneut ohne Run – drei Strikeouts bzw. Groundouts reichten Deutschlands Pitching. Then-Bergh und Kraft brachten mit Singles die Bases in Bewegung, O’Connors Groundout brachte Then-Bergh nach Hause (14:0), ein Wurffehler von GBR schob Kraft zum 15:0.
Zum letzten Inning-Wechsel brachte Deutschland mit Julius Kusch (Paderborn) einen neuen Pitcher für Elias Kraft, der die ersten drei Innings verantwortete und sich damit den Win sicherte. Die Briten kamen durch einen Fielding Error, ein Fielder’s Choice und ein Catcher’s Interference kurzzeitig ins Rollen; zwei Wild Pitches brachten Watts schließlich zum einzigen Run des Spiels (15:1) für Great Britain Baseball, ehe Deutschland das Halb-Inning beendete. In der letzten Offensive der Partie schlug Phillip Faiss (Gauting Indians) zum Auftakt ein Double, rückte per Wild Pitch zur 3rd vor. Julius Kusch traf mit einem Single zum entscheidenden 16:1, womit die 15-Run-Grenze erreicht und die Partie vorzeitig beendet war.
Auch nach dem nahezu kompletten Personalwechsel blieb die deutsche Offensive konstant. Then-Bergh, Kraft und O’Connor als durchgehend gesetzte Spieler sorgten für Kontinuität, während Moritz von Mosch (Gauting Indians), Jonte Walther (Hamburg Stealers) sowie Faiss und Kusch den Spielstand ohne echten Qualitätsverlust weiter ausbauten.
Foto: Yvan Couvidat



